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Hybrid-Kraftwerke, die den Ökostrom in Wasserstoff umwandeln, sind längst keine Utopie mehr. Die weltweit erste größere Anlage dieser Art ging Ende 2011 in Prenzlau bei Berlin in Betrieb. Zweifellos haben Hybrid-Kraftwerke ihre Berechtigung – auch mit Blick auf eine Vor-Ort-Speicherung auf dem Firmengelände: Sie produzieren aus überschüssigem Windstrom per Elektrolyse Wasserstoff und Sauerstoff. Der Wasserstoff wird dann vom Sauerstoff abgetrennt und gespeichert. Auf diese Weise entsteht aus flüchtigem Strom ein gut speicherbares, energiereiches Gas. Der Wasserstoff kann dann bei Bedarf zur Erzeugung von Wärme oder Strom genutzt werden.
Handlungsfelder und Potenziale für Einsparungen aufdecken
Energieeffizienz ist in der Industrie ein wichtiges und zum Teil ein entscheidendes Thema für den Erfolg. Es gibt große Potenziale, den Energieverbrauch über die gesamte Prozesskette wirksam zu reduzieren, angefangen bei effizienteren Methoden zur Drucklufterzeugung über die Hallenbeleuchtung bis hin zu kostenoptimierten Kälteanwendungen. Doch wie können Unternehmen die vorhandenen Einsparpotenziale erkennen und ausschöpfen?
Dies gelingt – ganz einfach gesagt – mithilfe einer umfassenden Analyse des Energiebedarfs und einer Zuordnung der Gesamtverbräuche zu einzelnen Nutzern. Ein Energiekonzept muss erstellt werden. Die Basis dafür ist die Energieanalyse mit Bestandsaufnahme der Energieverbräuche und Ermittlung von Einsparpotenzialen. In einem Energiekonzept wird die Energieeffizienz dann bewertet und Verbesserungsmöglichkeiten einschließlich ihrer Wirtschaftlichkeit werden dargestellt.
Energiemanagementsystems ist Basis für den firmenspezifischen Umgang mit Energie
Ein sich daran anschließendes Energiemanagementsystems ist die Basis für den firmenspezifischen Umgang mit Energie generell. Ziel sollte sein, die wesentlichen Komponenten unter den Verbrauchern – wie zum Beispiel Druckluft, Kälte, Beleuchtung, Klimatisierung und große Pumpensysteme – zu messen und sie in ihrem Verbrauch steuern zu können. Dazu lassen sich Benchmarks entwickeln, um die Effizienz der einzelnen Anwendungen im Unternehmen wie in der Branche miteinander vergleichen zu können.
Betrachtet wird dabei die gesamte Prozesskette, vom Bezug über die Umwandlung in Sekundärenergie und die Verteilung, die gerade bei Wärme und Kälte erhebliche elektrische Lasten mit sich bringt, bis hin zur Nutzung und Wärmerückgewinnung. Und letztendlich lassen sich so Energiekosten über Kennzahlen vergleichen und Optimierungen des Energiebedarfs gezielter umsetzen – bis hin zu einer angepassten Versorgungsstruktur.
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