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Das Schutzzaunsystem ist jedoch nicht auf diese Maße festgelegt. Die Auslegung der einzelnen Elemente und des gesamten Systems erfolgt überwiegend durch den Kunden, weil ihm alle Abstände zu Gefahrenquellen in seiner Konstruktion vorliegen. Maßgeblich für die Sicherheitsabstände ist dabei die Norm DIN EN ISO 13857 für obere und untere Gliedmaßen. Durch die Ausführung der Füllung der Zaunelemente und den Abstand zur Gefahrenquelle wird die optimale Umhausung geplant. Dabei bietet Rose+Krieger die Möglichkeit, die Größe der Schutzzaunelemente und Pfosten in Millimeterschritten zu konfigurieren. Das macht das System flexibel und anpassungsfähig.
Klemmprofile bilden Basis der Schutzelemente
Die Basis der Schutzelemente bilden Klemmprofile aus eloxiertem Aluminium mit glatten, pflegeleichten Außenflächen und in verschiedenen Ausführungen für unterschiedlichste Anwendungen. Diese Rahmen dienen der Aufnahme von Flächenelementen aus verzinktem Wellengitter, Polycarbonat, Acrylglas oder Trespa, deren Einstecktiefe im Profil optimal bemessen ist. Für den festen Sitz der Gitter oder Scheiben mit Wanddicken von 1 bis 10 mm sorgen Klemmleisten, die mit Klemmschrauben gegen das Flächenelement gedrückt werden. Gleichzeitig fangen sie Toleranzen in den Scheibendicken auf.
Die Schutzzaunelemente werden über Verbindungselemente an den Stützen aus Aluminiumprofilen befestigt. Die Pfosten selbst können je nach Anwendung mit entsprechenden Füßen fest auf dem Boden verankert oder direkt an die Maschinen angebunden werden.
Aufgrund von Kundenforderungen verwendet Priess und Horstmann für seine Schutzzäune statt Stützen aus Aluminiumprofil in der jeweiligen Maschinenfarbe lackierte Stahlpfosten (Bild 3). Daher setzen die Holzverarbeitungsspezialisten noch die herkömmlichen Verbindungselemente ein und nicht die aktuellen baugenossenschaftlich zugelassenen Click-&-Safe-Verbinder aus dem RK-Schutzsystembaukasten. Eine Umstellung auf die neuen Verbinder ist bei Priess und Horstmann derzeit noch nicht in Sicht, weil ein guter Teil des Geschäfts auch in der Einbindung älterer Maschinen einschließlich Schutzsystem besteht und dort die alten Verbindungselemente verbaut sind. Es erleichtert dem Unternehmen seine Lagerhaltung, wenn es bei dem alten System bleibt.
Click-&-Safe-Elemente gleichen Winkelverschiebungen und Höhenversatz zwischen den Pfosten und dem Zaunelement aus
Die Click-&-Safe-Verbindungselemente dienen der einfachen und sicheren Befestigung von Pfosten und Schutzzaunelementen. Sie werden als eines von nur wenigen Systemen ihrer Art der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG vollständig gerecht. Denn der Aufbau ist zwar ohne, die Demontage jedoch nur mit einem Entriegelungswerkzeug von Rose+Krieger möglich. Die Montage je Feld dauert nur wenige Sekunden: Nach Befestigung der Pfosten am Hallenboden werden die einzelnen Absperrungselemente einfach unten in die Halterung gesteckt und oben angedrückt.
Der Rahmen des Gitters rutscht in der Führung des Click-&-Safe-Verbinders nach unten, rastet ein und verriegelt sicher. Zur Demontage werden zwei Entriegelungswerkzeuge von unten in das obere Click-&-Safe-Element geschoben und lösen so die Verbindung. Das Schutzzaunelement kann danach ausgehoben und nach vorn entnommen werden. Dazu bedarf es nur einer einzigen Person.
Doch die Click-&-Safe-Elemente erleichtern nicht nur die Montage, sie gleichen auch Winkelverschiebungen von ± 5° und einen Höhenversatz von ± 5,5 mm zwischen den Pfosten und dem Zaunelement aus. Damit passen sie sich den örtlichen Gegebenheiten gut an. So gilt auch für diese speziellen Verbinder, was für das gesamte Schutz- und Abtrennsystem feststeht: Da sämtliche Elemente bei Lieferung mit allen Anbauteilen versehen sind, kann sich der Anwender auf das Wesentliche, die Gestaltung der Schutzfunktion, der Umhausung oder des Sichtschutzes, konzentrieren (Bild 4).
* Jörg Töhte ist Key Account Manager bei der RK Rose+Krieger GmbH in 32423 Minden.
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