Zerspanung Walter und Starrag wollen Kryo-Kühlung voranbringen

Redakteur: Rüdiger Kroh

Walter und Starrag haben einee Kooperation auf Entwicklungs- und Herstellungsebene vereinbart. Ziel ist eine Technologiepartnerschaft. Gemeinsam wolle man das Thema kryogene Kühlung voranbringen und es auf weitere Einsatzfelder übertragen.

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Bei der zweitägigen Veranstaltung von Walter und Starrag konnten die Besucher Werkzeuge für die Bearbeitung von Dampfturbinenschaufeln betrachten.
Bei der zweitägigen Veranstaltung von Walter und Starrag konnten die Besucher Werkzeuge für die Bearbeitung von Dampfturbinenschaufeln betrachten.
(Bild: Walter)

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung haben der Maschinenhersteller Starrag AG und die Walter AG ihre Kunden über neue Werkzeugkonzepte und Zerspanungslösungen für den Energiesektor informiert. Gleichzeitig gaben die beiden Unternehmen ihre Kooperation auf Entwicklungs- und Herstellungsebene bekannt, mit dem Ziel einer Technologiepartnerschaft. Gemeinsam mit Starrag wolle Walter insbesondere am Thema kryogene Kühlung voranbringen und es auf weitere Einsatzfelder übertragen. Im EU-geförderten Forschungsprojekt „Dynamill“, an dem neben Walter und Starrag auch der Energiekonzern Alstom beteiligt ist, beschäftigen sich die Kooperationspartner zudem mit Schwingungen bei Turbinenschaufeln.

Schruppbearbeitung von Turbinenschaufeln mit kryogener Kühlung als Highlight

Zu den Technology Days waren über 180 Teilnehmer von 80 Unternehmen zu Starrag ins schweizerische Rorschacherberg gekommen. An zehn Stationen lernten die Kunden das komplette Werkzeugprogramm von Walter kennen.

Einer der Höhepunkte war dabei die Schruppbearbeitung von Turbinenschaufeln mit kryogener Kühlung. Wie es in der Mitteilung heißt, ist Starrag der erste Maschinenhersteller, der eine Anlage installiert hat, in der zwei Kühlmedien getrennt voneinander durch das Werkzeug geführt werden. Statt mit Stickstoff wurde die kryogene Kühlung dabei mit CO2 durchgeführt. Mit diesem neuen Verfahren lasse sich eine Produktivitätssteigerung von 70 % bei der Bearbeitung von rostfreiem Stahl erreichen.

Walter-Präsident Mirko Merlo mit Technology Days zufrieden

Mit dem neuen Konzept der Technology Days, zusammen mit einem Maschinenhersteller neue Zerspanungslösungen zu demonstrieren, zeigte sich Mirko Merlo, Präsident der Walter AG, sehr zufrieden: „Alle unsere Erwartungen wurden übertroffen. Die Energiebranche ist eine Zukunftsbranche und es ist für Walter von hoher Bedeutung, hier vorne dran zu sein.“

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