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SPS IPC Drives 2018 Warum „die SPS“ jetzt wirklich zur „SPS“ wird

| Autor: Stefanie Michel

Jeder, der regelmäßig die Messe SPS IPC Drives in Nürnberg besucht, nennt sie schlicht „die SPS“. Was sich also längst im Sprachgebrauch eingebürgert hat, wird nun offiziell: Ab 2019 wird die Messe einfach „SPS“ heißen.

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„Es braucht Mut, nach 29 Jahren einen Namenswechsel zu vollziehen“, so Christian Wolf. „Aber Messe und Ausstellerbeirat tun gut daran, das umzusetzen, was der Besucher will.“
„Es braucht Mut, nach 29 Jahren einen Namenswechsel zu vollziehen“, so Christian Wolf. „Aber Messe und Ausstellerbeirat tun gut daran, das umzusetzen, was der Besucher will.“
(Bild: Stefanie Michel)

Der Schritt ist gewagt, denn zum 30. Geburtstag wird die SPS IPC Drives 2019 ihren Namen zu „SPS“ ändern. Dabei steht das Kürzel nicht mehr wie in der Vergangenheit für einen wesentlichen Baustein der Automatisierungstechnik – die Speicherprogrammierbare Steuerung – sondern für Smart Production Solutions. „Es braucht Mut, nach 29 Jahren einen Namenswechsel zu vollziehen“, gesteht Christian Wolf, Geschäftsführer von Turck und Vorsitzender des Ausstellerbeirats.

Doch warum war eine Namensänderung überhaupt nötig? Wie Wolf erklärt, haben sich zahlreiche Aussteller inzwischen vom Komponentenhersteller zum Lösungsanbieter gewandelt. Und in Zeiten, in denen Funktionen der Automatisierungstechnik (Steuern, Antreiben, Visualisieren) zusehends als software-basierte Funktionsblöcke auf den unterschiedlichsten Hardwarekomponenten verteilt sind, trifft die sehr hardware-basierte Bezeichnung „SPS IPC Drives“ den Kern der heutigen und zukünftigen Technologien der Automatisierungstechnik nicht mehr. Hinzu komme, dass zusehends Funktionen aus der IT-Welt – Cloud- und Big-Data-Technologien, Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Digitaler Zwilling - die Automatisierung anreichern.

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Mit „Smart Production Solutions“ ganzheitliche Industrie-4.0-Ansätze widerspiegeln

„Mit dem Namen SPS als Abkürzung für Smart Production Solutions können wir einerseits die sehr starke Marke SPS erhalten und diese international nutzbar machen, andererseits aber auch die zunehmende Darstellung ganzheitlicher Industrie-4.0-Ansätze – auch durch neue Aussteller aus der IT – widerspiegeln“, erklärt Wolf. Sylke Schulz-Metzner, Bereichsleiterin bei der Mesago Messe Frankfurt und dort verantwortlich für die SPS ergänzt: „Damit richten wir die SPS konsequent am digitalen Wandel aus. Sie erhebt dadurch zusätzlich zum starken Automatisierungsprofil den klaren Anspruch, die Digitalisierungschancen für die industrielle Produktion abzubilden. Wir erweitern so den starken Markenkern für die weitere Entwicklung.“

Von den Ausstellern gab es für die Namensänderung laut Wolf ein positives Feedback, weil der Name international verwendbar ist. Außerdem bildet der neue Name die Veränderung ab, die im Markt spürbar ist. „Die Messe und der Ausstellerbeirat tun daran, das umzusetzen, was der Besucher sehen will“, ist sich Wolf sicher. Die Mesago-Verantwortliche Metzner stellt zudem klar, dass das Kernthema Automatisierung weiter erhalten bleiben soll, um mit der Namensänderung keinen „Bauchladen“ zu eröffnen. Den aktuellen Trendthemen 3D-Druck und Robotik will man somit keinen Raum auf der Messe geben.

Die Traditionsmesse für die Automatisierungsbranche

Die Namensänderung der SPS, die 2019 zum 30. Jubiläum ihre volle öffentliche Wirkung zeigen wird, basiert auf der langen Tradition der Fachmesse. 1990 öffnete die Erstauflage als „SPS/PC/Drives ‘90“ in Sindelfingen ihre Pforten. Bereits 1991 wurde sie in SPS IPC Drives umbenannt und ab 1997 startet sie in Nürnberg richtig durch und schrieb mit ständig wachsenden Aussteller- und Besucherzahlen eine Erfolgsgeschichte.

Auf die SPS zu gehen entwickelte sich zum „Muss“ der Automatisierungsanbieter und -anwender. „Wir sind stolz, mit der SPS seit Jahrzehnten der industriellen Produktion wertvolle Impulse gegeben zu haben. Mit unserer Namensänderung und den dahinter stehenden strategischen Gedanken wird uns das auch in Zukunft gelingen“, so Martin Roschkowski, Geschäftsführer des Veranstalters Mesago Messe Frankfurt.

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt