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Institut für Kunststofftechnik IKT Was machen wärmeleitende Kunststoffe beim Thermoformen?

| Redakteur: Peter Königsreuther

Das IKT der Universität Stuttgart forscht an der Thermoformverarbeitung wärmeleitfähiger Kunststoffsysteme. Dabei werden Folien oder Platten im thermoelastischen Zustand durch Druckdifferenz und/oder Verstreckhilfen zu 3D-Bauteilen umgeformt und abgekühlt.

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Das Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart forscht jetzt in Sachen Thermoformen wärmeleitfähiger Kunststoffmaterialien. Das Thema gilt als absolutes „Neuland“, sagen die Projektbeteiligten. Unter anderem mit Graphit gefüllten Polymeren rücke man dabei quasi auf die Pelle.
Das Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart forscht jetzt in Sachen Thermoformen wärmeleitfähiger Kunststoffmaterialien. Das Thema gilt als absolutes „Neuland“, sagen die Projektbeteiligten. Unter anderem mit Graphit gefüllten Polymeren rücke man dabei quasi auf die Pelle.
(Bild: IKT)

Der,wie es heißt, vergleichsweise einfache Formgebungsprozess

bedingt aber, das die Bauteileigenschaften

von den Verarbeitungseigenschaften der thermoplastischen Halbzeuge (den Kunststoffplatten oder -folien) relativ stark abhängen. Außerdem fokussiere man auch, wie eine kostengünstige Herstellung vieler Produkte aus so umgeformten Halbzeugen möglich werde. Ein besonderes Potenzial in Hinblick auf neue Produktanwendungen verspreche das Thermoformen von wärmeleitfähigen Kunststoffsystemen – eine Materialart, welches bislang noch nicht erforscht sei.

Zwei Materialverhaltens-Modelle sollen Licht ins Dunkel bringen

In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt nimmt sich das Institut für Kunststofftechnik (IKT) unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. C. Bonten nun dem Thermoformprozess von wärmeleitfähigen Kunststoffen an. Im Rahmen dessen, sollen erstens die dehnrheologischen Wirkmechanismen bei der Thermoformung entsprechender Kunststoff-Compounds aufgedeckt, und zweitens die Zusammenhänge zwischen der Deformationshistorie und der resultierenden Wärmeleitfähigkeit beleuchtet werden. Die Kombination der beiden dabei zu entwickelnden Deformations- und Wärmeleitfähigkeitsmodelle soll anschließend in einer integrierten Thermoformsimulation erprobt und über den Vergleich von Experiment (siehe Bilder) und Versuch evaluiert werden.

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