Piller Wasserstrahlentgraten mit Roboterunterstützung

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Jürgen Schreier

Roboter können beim Wasserstrahlentgraten sowohl für das Teilehandling eingesetzt werden als auch zur Führung der Strahldüse. Während der Handlingroboter in diesem Anwendungsgebiet bereits fest etabliert sind, gibt bezüglich des Einsatzes von Werkzeugrobotern noch Vorbehalte. Warum, das erläutert Dr.-Ing. Matthias Wadle, Vertriebsleiter der Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen-Heimerdingen.

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Wie sehen die Voraussetzungen beim Wasserstrahlentgraten aus, damit der Einsatz eines Roboters beim Teilehandling sinnvoll ist?

Wadle: Voraussetzungen dafür gibt es eigentlich keine. Der Kunde äußert im Rahmen des Gesamtprojektes seine Wünsche. Entweder, er hat seinen Hauslieferanten für die Verkettung, oder er schreibt einen Roboter vor oder eine wünscht ein genau abgestimmtes Handling für diesen Einsatzzweck. Piller geht auf diese Wünsche ein und liefert Verkettung mit, oder kooperiert mit Automatisierungspartner.

In welchen Branchen sind diese Vorraussetzungen am ehesten gegeben?

Wadle: Nun, es geht nicht um die Branche, eher um die Firmengröße und die Art des Projektes. Kleine Firmen liefern oft kleinere Serien oder hochflexible Stückzahlen zu. Sie automatisieren weniger. Wenn sie es aber tun, dann flexibel mit Roboter, da sich die Beschickungsaufgabe absehbar ändert. Großserienlieferanten und -hersteller bevorzugen brauchen oft die Flexibilität des Roboters nicht. In Großunternehmen kann es aber auch sein, dass aus instandhaltungstechnischen Gründen nur Roboter am besten nur eines einzigen Herstellers, zugelassen werden. Ist am Handling was defekt, wird schnell der Roboter getauscht, das entsprechende Programm eingespielt und die Produktion geht weiter. Es müssen keine spezifischen Achsen oder Motoren von verschiedenen Herstellern vorrätig gehalten werden. Beim Retrofitting von etablierten Produktionslinien haben Roboter wegen der oft beengten Einbausituation manchmal Vorteile.

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