Wasserstrahlschneiden

Wasserstrahlschneiden spart auch bei untypischer Anwendung

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Durch erhebliche Materialeinsparungen und Reduktion des Rohmaterials auf ein günstiges Standardformat, anstatt teure Sonderprofile oder -abmessungen zu verwenden, machen sich die Anlagen vergleichsweise schnell bezahlt. Dabei können Rohlinge ohne Qualitätseinbußen bei optimaler Ausnutzung des Rohmaterials und selbst bei komplexen Formen bis auf die Endkontur gefertigt werden. Dabei droht auch keine Substitution der spanenden Verfahren durch das Wasserschneiden: Aus der Kombination beider Verfahren kann vielmehr der ganze Prozess und damit die Produktivität profitieren, wie die Praxis gezeigt hat. Außerdem lassen sich aus dem Verschnitt durchaus wieder Bauteile herstellen, was den Materialeinsatz noch weiter minimiert.

Im Vergleich zum Laser- oder Plasmaschneiden entfallen weitere Arbeitsschritte, beispielsweise das Entfernen der Zunderschicht (oder Randaufhärtung). Diese Schicht ist für nachfolgende Prozesse wie etwa eine Oberflächenveredelung durch Verzinken oder eine Pulverbeschichtung sowie auch für das Lackieren problematisch und die geforderte Qualität der Schicht wird ohne Nacharbeit nicht erreicht. Soll später spanend weiterverarbeitet werden, so wirkt sich die Zunderschicht negativ auf den Verschleiß der verwendeten Werkzeuge aus.

Wasserstrahlschneiden vermeidet Nacharbeit und deckt die Kosten

Sofern keine besondere Anforderung an die Oberfläche gestellt wird, kann auf ein aufwendigeres spanendes Verfahren der Bearbeitung gänzlich verzichtet werden. Das Finishing durch zerspanende Verfahren profitiert mithilfe der Vorarbeiten mittels Wasserstrahl aufgrund des verringerten Materialabtrags. Infolgedessen verkürzen sich die Durchlaufzeiten im Vergleich zum deutlich kostenintensiveren und aufwendigeren Zerspanungsprozess.

Im günstigsten Fall werden Werkstücke mit einer Wasserstrahlschneidanlage gefertigt, welche weder mit Fräsmaschinen noch mit Drehmaschinen schneller oder effizienter produziert werden können. Auch kommen oft aufwendige Verfahren zum Einsatz, deren Qualitätslevel für die Teile gar nicht nötig ist und die bedeutend günstiger unter Einsatz des Wasserstrahlschneidens gefertigt werden können. Wasserschneidanlagen bieten die besondere Flexibilität, unterschiedlichste Werkstoffe ohne lange Vorlaufzeiten oder Umbauarbeiten zu schneiden. In der Textilindustrie, der Dichtungsfertigung oder auch in der Lederbearbeitung werden häufig Stanzwerkzeuge unter der Begründung verwendet, dass mit einem Arbeitsschritt ein Ausschnitt erfolgt.

Die hohen Werkzeugkosten sprechen jedoch klar für ein Schneiden unter Reinwasser und gegen Stanzwerkzeuge. Dabei können deutlich filigranere Schnittmuster erzielt werden, was eine Einsparung an Rohmaterial und höhere Präzision bedeutet. Insgesamt ist die Programmierung einer Wasserschneidanlage schnell und einfach möglich und verschafft damit ungewohnt schnelle Reaktionszeiten bei der Produktumstellung. Eine Abhängigkeit von weiteren Zulieferern (etwa für Werkzeugmacher) besteht nicht mehr, was sich positiv auf die Durchlaufzeit und die Kosten auswirkt. Mit dem gezielten Einsatz von Wasserstrahlschneidanlagen können außerdem Prototypen und Kleinserien oder auch Einzelaufträge kostendeckend hergestellt werden.

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