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Kunststoffforschung in Würzburg Wegweisender Leuchtturm – Baustart für die SKZ-Modellfabrik

| Redakteur: Peter Königsreuther

Ende Mai begannen die Bauarbeiten für die neue SKZ-Modellfabrik. In dieser, so die Planungen, sollen ab September 2022 die zukünftigen Weichen für viele Themen rund um die moderne Kunststofftechnik gestellt werden.

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Ein Spatenstich der größeren Art: Am 15. Mai erfolgte in Würzburg der Baustart für die neue Modellfabrik des SKZ. Die Einrichtung soll die Zukunft aller Aspekte der Kunststoffverarbeitung über die Grenzen Deutschlands hinweg kräftig mit beeinflussen, heißt es.
Ein Spatenstich der größeren Art: Am 15. Mai erfolgte in Würzburg der Baustart für die neue Modellfabrik des SKZ. Die Einrichtung soll die Zukunft aller Aspekte der Kunststoffverarbeitung über die Grenzen Deutschlands hinweg kräftig mit beeinflussen, heißt es.
(Bild: SKZ)

Die Würzburger Kunststoffspezialisten erklären zu diesem Vorhaben, dass sie damit innovativen Ideen den Weg in die Wirklichkeit ebnen wollen. Denn im meist präzise ablaufenden und langzeitstabilen Produktionsalltag, hätten die meisten kleinen und mittleren Unternehmen keine Zeit für Experimente und Weiterentwicklungen – Stückzahlen in hoher Qualität ist dort das vordergründige Ziel. Das wird sich durch die Modellfabrik in etwas über zwei Jahren nun ändern. Wen es interessiert: Hier kann man einen Live-Blick auf den Baufortschritt werfen.

Spiel- und Freiraum für smarte Kunststoff-Innovationen

„Unsere Modellfabrik verbindet die industrielle und die digitale Welt, um unter anderem Innovationen in der Produktion zu ermöglichen“, erläutert SKZ-Geschäftsführer Dr. Thomas Hochrein. Konkrete industrielle Aufgabenstellungen könnten dort nachgestellt und abseits der Serienfertigung in einer industrienahen Umgebung mit hoher Expertise gelöst werden. Das macht laut Hochrein Raum und Zeit frei, um Lösungen zu erproben und nicht zuletzt Themen wie Industrie 4.0 für KMU konkret umzusetzen.

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Kurze Wege – schneller Wissensaustausch

Auf über 4600 m² Nutzfläche wir es verschiedene Sektoren geben. In ihnen können dann Forschungsbereiche wie die Additive Fertigung, das Spritzgießen, das Fügen und die Oberflächentechnik oder Themen, wie Messen und Prüfen 4.0 (Prozessmesstechnik, Zerstörungsfreie Prüfung, Bauteileigenschaften) gezielt weiter entwickelt werden, heißt es weiter. Aber auch die Aktivitäten in den Bereichen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, die gerade hochaktuell sind, und die das SKZ bereits seit vielen Jahren forciert, können so weiter ausgebaut werden. Clusteraktivitäten für den Technologietransfer in Form von Tagungen, Workshops oder Expertenkreisen sowie das Marketing sollen ebenfalls in der Modellfabrik beheimatet werden. So soll der effektive Transfer innovativer Ideen in vermarktbare Innovationen unterstützt werden.

Wer jetzt schon Ideen hat, kann sofort kommen...

Kurze Wege und flexible Open-Space-Büros werden den Weg der Informationen und damit den gegenseitigen Austausch innerhalb der Sektoren erleichtern, merkt Dr. Johann Erath, der Projektleiter für die Modellfabrik an.

„Mit der Modellfabrik wird bis 2022 das notwendige Know-how geschaffen, damit Bayern und Deutschland weiterhin einen Spitzenplatz auf dem Gebiet der Industrie-4.0-Produktion einnehmen können“, erläutert Der SKZ-Institutsleiter Prof. Martin Bastian. Nicht zuletzt habe die Corona-Krise einmal mehr verdeutlicht, was Kunststoffe in Sachen Schutz- und Medizintechnik leisten können. Wer heute schon Ideen hat, kann jetzt schon auf das SKZ zukommen, betonen die Würzburger. Die Arbeiten würden dann nahtlos in der fertigen Modellfabrik weitergeführt. Sponsoren sind natürlich auch jeder Zeit gern gesehen.

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