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Logistics-IT Weltweit erster einheitlicher Ortungsstandard

| Redakteur: Bernd Maienschein

Trumpf, Sick und rund 60 weitere Partner führen gerade einen Standard für Ortungstechnologie ein: den neuen Industriestandard „omlox“. Die Logistik soll er enorm vereinfachen können.

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Der neue Ortungsstandard „omlox“ soll es auch ermöglichen, fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF), Stapler und Drohnen mit nur einer Infrastruktur zu lokalisieren und zu navigieren.
Der neue Ortungsstandard „omlox“ soll es auch ermöglichen, fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF), Stapler und Drohnen mit nur einer Infrastruktur zu lokalisieren und zu navigieren.
(Bild: Sick)

Der neue Industriestandard „omlox“ soll es ermöglichen, alle vorhandenen Technologien wie UWB, BLE, RFID, 5G oder GPS zu integrieren. Dazu stellt er die Ortungsdaten über eine einheitliche Schnittstelle bereit. Zu den Initiatoren von „omlox“ zählen neben den bereits erwähnten Unternehmen auch die Softwareanbieter und IT-Dienstleister GFT und T-Systems, der Sensoranbieter Pepperl+Fuchs, das Forschungsinstitut CEA Leti, der Anbieter von Indoor-Navigationsdiensten Heidelberg Mobil und der Lokalisierungsanbieter Bespoon.

Gemeinsamer Standard vereinfacht die Logistik

Thomas Schneider, Entwicklungsvorstand bei Trumpf Werkzeugmaschinen: „Unternehmen sollten ungeachtet der aktuellen Situation die Zukunft fest im Blick behalten und ihre digitalen Anwendungen ausbauen. Ein gemeinsamer Standard für Ortungslösungen vereinfacht die Logistik enorm und sorgt für Effizienzgewinne in der digitalen Fertigung.“ Der Industriestandard „omlox“ lässt sich ab sofort weltweit nutzen. Für seine globale Weiterentwicklung übergeben die Initiatoren das Vorhaben an die Profibus-Nutzerorganisation. Profibus betreut seit 30 Jahren verschiedene Industriestandards und agiert mit 1500 Mitgliedern und 27 Landesniederlassungen weltweit.

Profibus-Vorstandsvorsitzender Karsten Schneider: „Die Profibus-Nutzerorganisation besitzt alle Prozesse und viel Erfahrung, um offene und einfach nutzbare Standards in die Welt zu tragen. Als unabhängige Organisation sorgen wir dafür, dass sich auch künftig alle Partner gleichberechtigt einbringen können.“ Ähnlich wie USB im Büro nicht mehr wegzudenken sei, ermögliche seine Organisation seit heute weltweit den Austausch verschiedener Ortungslösungen für die gesamte Industrie. Auf den Standard könnten künftig sowohl Hardware- als auch Softwarelösungen zugreifen.

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