Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Automatica 2018

Wenn der Industrieroboter dank Sensorhaut zum Cobot wird

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Airskin gewährleistet die sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.
Bildergalerie: 2 Bilder
Airskin gewährleistet die sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. (Bild: Blue Danube Robotics)

Blue Danube Robotics stellt auf der Automatica die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration in den Vordergrund und zeigt gleich mehrere Industrieroboter, die mit ihrer weichen Sensorhaut Airskin ausgestattet sind.

Auf der Automatica stellt das Wiener Unternehmen die weiche Sensorhaut Airskin vor. Diese weltweit einzigartige Sicherheitstechnologie ermöglicht beliebigen Industrierobotern, als sichere Cobots ganz ohne Schutzzaun mit Menschen denselben Arbeitsraum zu teilen, heißt es. Blue Danube Robotics bietet Airskin als Gesamtlösung für verschiedenste Roboter und Greifer auf dem Markt an und hat damit bereits einen Paradigmenwechsel in der Mensch-Roboter-Kollaboration eingeleitet. Auf dem Messestand von Blue Danube Robotics werden mit Airskin ausgestattete Robotermodelle von Universal Robots und weiteren Herstellern vorgestellt. Darüber hinaus wird die Produktvorstellung durch eine Vielzahl von Industriegreifern abgerundet, die ebenso mit der drucksensitiven, sicheren Sensorhaut ausgestattet sind.

Industrieroboter werden zu Cobots

„Mit der sicheren Airskin können Roboterhersteller nun ihre bereits etablierten Industrieroboter mit all ihren Vorteilen auch am Cobot-Markt anbieten. Diese neuen Cobots mit Traglasten weit über 10 kg und Reichweiten über 1,5 m werden ganz neue Anwendungsfelder eröffnen“, erläutert Dr. Walter Wohlkinger, Geschäftsführer von Blue Danube Robotics. Mit der weichen Sensorhaut Airskin sei es möglich, aktuelle Industrieroboter nachzurüsten und - unabhängig von Traglast und Größe – in einen sicheren Cobot zu verwandeln. Für bestehende Cobots bietet eine zusätzliche Airskin den Vorteil, die maximale sichere Geschwindigkeit enorm zu erhöhen und so schnellere Taktzeiten zu ermöglichen. Airskin für den Universal Robots UR10 wird bereits als zertifiziertes UR+ Zubehör angeboten.

Neue Anwendungsfelder für Industrieroboter

Das aktuell größte Potential für Airskin sieht das Wiener Unternehmen bei Tätigkeiten mit niedriger Komplexität, die derzeit noch von Menschen ausgeführt werden, allerdings problemlos auch von Robotern übernommen werden könnten. Dies sind Applikationen wo nicht kollaborative gearbeitet wird, sondern der Roboter und der Mensch sich den Arbeitsraum zeitweise teilen. Dazu zählen typischerweise unter anderem das Schrauben, heben schwerer Lasten, Maschinenbestückung und Palettieren. Für Dr. Wohlkinger steht auch bei kollaborativen Industrierobotern immer die Sicherheit der Gesamtanwendung an erster Stelle: „Unsere aktuellen Entwicklungsprojekte fokussieren sich auf Roboter mit Traglasten von zehn bis weit über 150 kg. Bei all diesen Projekten ist es wichtig, nicht beim Roboter aufzuhören, sondern auch den Greifer mit unserer weichen Sensorhaut zu versehen. Deshalb bieten wir auch bereits für eine Vielzahl an Standardgreifern Airskin als Zubehör an. Es ist uns aber auch möglich, individuelle Greifer mit maßgeschneiderten Airskin-Lösungen auszustatten. Somit können wir die Sicherheit der gesamten Applikation gewährleisten. “

Sicherheit vom Roboterfuß bis zum Werkzeug

Das druckempfindliche Airskin-System, das Roboter und Industriegreifer komplett mit einer weichen Haut umhüllt, lässt Mensch und Roboter gefahrlos einen Arbeitsraum teilen, ohne einen Schutzzaun errichten zu müssen. Die Technologie ermöglicht dabei nicht nur Platzersparnis bei konventionellen Anwendungen, sondern auch Lösungen, die ohne Airskin überhaupt nicht umsetzbar gewesen wären. Airskin ist als Sicherheitssensor von TÜV Austria geprüft und nach ISO 13849 PLe zertifiziert.

Blue Danube Robotics auf der Automatica: Halle B4/Stand 308

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45349204 / Montage/Handhabung/Robotik)

Themen-Newsletter Automatisierung abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Berthold Leibinger ist tot

Trumpf

Berthold Leibinger ist tot

17.10.18 - Der langjährige Trumpf-Geschäftsführer Berthold Leibinger ist am 16. Oktober 2018 nach längerer Krankheit in seiner Heimatstadt Stuttgart verstorben. Er wäre am 26. November 88 Jahre alt geworden, wie der Werkzeugmaschinenhersteller mitteilt. lesen

DMG Mori legt mit Famot einen digitalen Meilenstein

Famot

DMG Mori legt mit Famot einen digitalen Meilenstein

09.10.18 - Feierlich eröffnete DMG Mori unlängst die modernisierte und erweiterte Produktionsstätte Famot im polnischen Pleszew. lesen

Linearmotor: Der „abgewickelte“ Rotationsmotor

Grundlagen Linearmotoren

Linearmotor: Der „abgewickelte“ Rotationsmotor

11.10.18 - Wenn in der Automatisierungs- oder Handhabungstechnik hohe Dynamik beim translatorischen Vortrieb gefragt ist, sind Linearmotoren die Antriebe der Wahl. Diese Direktantriebe sind nicht neu, doch erst nach und nach setzten sie sich in der Lineartechnik durch. Insbesondere bei hoch dynamischen Positionieraufgaben bewähren sie sich. lesen