Andreas Wentz ist fachlich und technisch verantwortlich für Software-Robotik in der T-Systems. Andreas Wentz ist auch Telekom Botschafter.
(Bild: Telekom)
Generell glaube ich, dass gut integrierbare Automationsplattformen mit wohldefinierten Schnittstellen zum Beispiel für KI-Technologien eine wesentliche Rolle spielen, vor allem, wenn sie eine Cloud- und eine hybride Option bieten.
Low Code-Technologien mit integrierten Governance- und Betriebswerkzeugen werden immer wichtiger, um die Chancen der Automation in den Fachbereichen zu nutzen und gleichzeitig die Risiken zu beherrschen.
Ich bin überzeugt, dass sich Hyperautomation-Anbieter entwickeln und durchsetzen werden, welche eine kritische Masse an intelligenter Automation selbst leisten und gleichzeitig eine übergreifende Plattform beispielsweise für Orchestrierung, Administration und Überwachung von integrierten Fremdtechnologien bieten.
Ich sehe schon länger Trends zur ‚Automation der Automation‘, zum Beispiel unterstützende Technologien und Werkzeuge zur Strukturierung von Daten zur Automatisierbarkeit oder Managementplattformen für Robotik.
Dabei ist es aus meiner Sicht wichtig, dass Kunden und Technologie-Anbieter auf kollaborative Zusammenarbeit setzen, statt in Silos zu denken und zu handeln. Damit meine ich einerseits, ein sehr weites Feld nicht mit eigenen Mitteln abdecken zu wollen. Andererseits die organisatorische und technische Wand zwischen wesentlichen Beteiligten von Hyperautomation abzubauen – beispielsweise in der Prozessautomation, Automation von Kommunikationskanälen und datengetriebenen Ansätzen wie maschinelles Lernen.
TE Connectivity
Daniel Walldorf ist Senior Strategy and Business Development Manager bei TE Connectivity. Als Teil der Business Unit Industrial ist Daniel Walldorf verantwortlich für die strategische Geschäftsfeldentwicklung der Applikationsbereiche Halbleitermaschinen, Lagerautomation und Sensorik.
(Bild: TE Connectivity)
Die Entwicklungen in der Automatisierungstechnik werden vor allem angetrieben von einer Verbesserung der Nachhaltigkeit und Sicherheit, von Urbanisierung und Fachkräftemangel, sowie von einer Verbesserung der Produktivität und Qualität. Auch das Konsumentenverhalten hin zu mehr Individualisierung spielt eine immer größere Rolle.
Neben Veränderungen der Maschinenarchitekturen spielt die Adoption von neuen Technologien wie Digitalisierung und künstliche Intelligenz eine bedeutende Rolle.
Digitalisierung kann zum einen Maschinen flexibler einsatzbar machen und granularere Daten erzeugen und zum anderen den Informationsaustausch zwischen Maschinen und übergeordneten System zur Lagerhaltung, Logistik und Produktionsteuerung verbessern. Dadurch können Produktivität, Nachhaltigkeit und Sicherheit erhöht werden.
Künstliche Intelligenz findet immer mehr Einsatz in Bereichen wie kamerabasierter visueller Kontrolle, einfachere und flexiblere Programmierung von Robotern, Navigation von mobilen Robotern usw. Häufig ermöglicht diese Technologie die Automatisierung von Prozessen, die bisher nur manuell möglich waren oder bei denen der Aufwand der Automatisierung sehr hoch war.
Sowohl die Digitalisierung als auch künstliche Intelligenz erhöhen die benötigten Datenmengen aus Steuerungen, Sensoren und Aktuatoren, was für uns als Hersteller von Komponenten für die Konnektivität von hoher Bedeutung ist.
Elektrifizierung von Maschinen, also der Ersatz von pneumatischer oder hydraulischer Aktuatorik durch elektrische Motoren, ist schon seit Jahren präsent. Dieser Übergang geschieht, typisch für die Automatisierungstechnik, bisher über einen Zeitraum von mehreren Dekaden.
Zurzeit erscheint es möglich, dass mit einem erhöhten Fokus auf Nachhaltigkeit, also konkret der Reduzierung des Energieverbrauchs, die Elektrifizierung in den nächsten Jahren einen erneuten Schub bekommen könnte.
Trumpf
Patrick Bauer ist Mitarbeiter in der Geschäftsentwicklung von Smart Factory Lösungen bei Trumpf.
(Bild: Trumpf)
Ich sehe riesiges Potenzial, die verschiedenen Informationsflüsse in der Fertigung zu automatisieren. Ein Großteil der noch nicht genutzten Effizienz einer Produktion schlummert genau dort.
Es geht auch nicht mehr darum, nur einzelne Maschinen zu vernetzen, sondern ein ganzes Ökosystem, dem verschiedene Hersteller angehören können.
Eine Voraussetzung dafür ist aber, dass die entscheidenden Technologien offene IT-Schnittstellen aufweisen. Nur so gelingt es Unternehmen, komplexe Prozessketten zu beherrschen.
Unsere neue Software zur Produktionsplanung und -steuerung verfügt daher auch über offene IT-Schnittstellen und lässt sich einfach nachrüsten.
Turck
Dirk Wunder ist Leiter Corporate Marketing bei Turck.
(Bild: Turck)
Der Megatrend der nahen Zukunft ist die Digitalisierung. Gerade in der Corona-Zeit konnten wir erleben, welche Chancen das bietet.
Stand: 08.12.2025
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Die digitalen Zukunftsthemen rund um das Industrial Internet of Things werden sich deutlich schneller entwickeln als dies ursprünglich erwartet worden war.
Die Automatisierungsbranche wird stark von diesen Veränderungen profitieren, da wir diesen Wandel aktiv mitgestalten. Mit unserem Portfolio, von der Sensorik über Anschluss- und Feldbustechnik bis hin zu RFID und Steuerungstechnik, sind wir ideal aufgestellt, um unsere Kunden auf dem Weg zur Smart Factory bestmöglich zu unterstützen.
Smarte Fabriken können nur entstehen, wenn Produkte, Werkstückträger oder Werkzeuge eindeutig identifizier- und lokalisierbar sind. Mit diesen Daten lassen sich Produktionsprozesse ebenso optimieren wir die Rückverfolgbarkeit oder die Qualitätssicherung.
Dabei setzen wir auf offene Standards wie IO-Link OPC UA und unterstützen mit Ethernet und RFID weitere Basistechnologien für Industrie 4.0 und IIoT. Als ‚Global Automation Partner‘ ist das Thema Internationalisierung ebenfalls Kern unserer Unternehmens-DNA. So sind wir mittlerweile mit über 30 Landesgesellschaften in den wichtigsten Automatisierungsmärkten der Welt vertreten, immer nah an unseren Kunden.
* Karin Pfeiffer, Wirtschafts- und Fachjournalistin, redaktion.kpfeiffer@gmail.com; Ines Stotz, Redakteurin, Vogel Communications Group