Brikettieranlagen
Wie sechs Unternehmen Reststoffe gewinnbringend nutzen

Ein Gastbeitrag von Peter Klingauf 5 min Lesedauer

Aus Abfall werden wertvolle Rohstoffe. Moderne Brikettieranlagen senken Entsorgungskosten und schonen die Umwelt. Sechs Praxisbeispiele zeigen die Vorteile einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Neue Einnahmequelle für die Schweizer Leuthold Mechanik AG: Die Aluminium-Stanzgitter aus der Kaffeekapsel-Produktion werden von einer Brikettierlinie mit vier RUF-Anlagen zu wertvollen Briketts gepresst.(Bild:  RUF Maschinenbau GmbH & Co. KG)
Neue Einnahmequelle für die Schweizer Leuthold Mechanik AG: Die Aluminium-Stanzgitter aus der Kaffeekapsel-Produktion werden von einer Brikettierlinie mit vier RUF-Anlagen zu wertvollen Briketts gepresst.
(Bild: RUF Maschinenbau GmbH & Co. KG)

Reststoffe fallen fast immer dann an, wenn mechanisch produziert wird. Noch immer werden sie häufig als Abfall betrachtet. Dabei steckt so viel mehr in ihnen. Bei erfolgreichen Unternehmen setzt sich diese Erkenntnis weltweit immer weiter durch. Sie erschließen sich den Wert der Rohstoffe, indem sie einzelne Brikettieranlagen oder vollautomatisierte Brikettierlinien einrichten und so den Grundstein für einen wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Wertstoffkreislauf legen.

Schweiz: Stanzgitter aus der Kaffeekapsel-Produktion

Die Leuthold Mechanik AG (HLM) produziert im schweizerischen Einsiedeln auf 35 Stanzmaschinen Kaffeekapseln aus Aluminium für mehrere namhafte Marken. Dabei entstehen als Restmaterial kontinuierlich sogenannte Stanzgitter, die den normalen Produktionsablauf behindern. Um dies zu ändern und die Wirtschaftlichkeit der Fertigung im Zweischichtbetrieb zu maximieren, machte es sich das Unternehmen zur Aufgabe, die Reststoffe möglichst effizient zu beseitigen.