Additive Fertigung Wo KI den 3D-Druck unterstützt

Autor Simone Käfer

Qualitätssicherung in der additiven Fertigung hat viel mit dem Druckprozess zu tun. Um den zu verbessern und Fehldrucken vorzubeugen, setzen Druckerhersteller, Anwender und Forschung auf künstliche Intelligenz.

Künstliche Intelligenz verbessert den 3D-Druck.
Künstliche Intelligenz verbessert den 3D-Druck.
(Bild: ©derplan13 - stock.adobe.com)
  • Markforged-Drucker sind mit einer Cloud vernetzt. Prozessdaten werden dort von einer KI analysiert.
  • Blackstone Technology will seinen Fertigungsprozess auf Basis von per KI analysierten Daten regeln.
  • Die Forschung fokussiert sich auf In-situ-Überwachung beim SLM-Verfahren. Aber auch für FDM gibt es bereits smarte Methoden.

Smartphone, Spam-Filter, Verkehrsüberwachung – in unserem Alltag steckt mehr künstliche Intelligenz (KI), als wir gemeinhin vermuten. Auch in Produktionshallen zieht sie ein; ein wenig zögerlich noch, aber sie kommt. Denn die lernenden Algorithmen haben Vorteile. Besonders in der additiven Fertigung, in der es so wenig Erfahrungswerte, aber so viele digitale Daten gibt, kann KI beispielsweise im Produktionsprozess einiges verbessern. KI kann …

  • eine reproduzierbare Bauteilqualität sichern;
  • Kosten verringern, beispielsweise durch Früherkennung von fehlerhaften Bauvorgängen;
  • den nachgelagerten Prüfaufwand reduzieren;
  • eine höhere Planungssicherheit in der Produktionsplanung und -steuerung bieten;
  • die Vorarbeit zur Prozessregelung leisten.

Eine KI-basierte additive Fertigung kann also die Druckergebnisse verbessern, die Qualität sichern und somit Grundlagen für Reproduzierbarkeit und Serienfertigung schaffen. Dazu sollten allerdings nicht nur die Daten aus dem Drucker gesammelt werden, sondern auch die Umgebungseinflüsse.