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Einkauf Zehn Fehler bei der Beschaffung von Maschinen

| Autor/ Redakteur: Lars Kobialka / Melanie Krauß

Die Anschaffung einer neuen Maschine ist immer auch mit Kosten und Aufwand verbunden. Umso ärgerlicher, wenn sich am Ende herausstellt, dass die falsche Wahl getroffen wurde. Diese zehn Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden!

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Damit am Ende alles reibungslos ineinandergreift, müssen von Anfang an einige Punkte beachtet werden.
Damit am Ende alles reibungslos ineinandergreift, müssen von Anfang an einige Punkte beachtet werden.
(Bild: ©Александр Ивасенко - stock.adobe.com)

1. Unzureichende Anforderungsanalyse

Je früher im Projekt Anforderungen definiert werden, desto einfacher sind sie umzusetzen. Was genau wird gebraucht? Diese Frage muss gleich am Anfang beantwortet werden. Denn fehlt die Analyse, muss die Maschine alles können. Die Eier legende Wollmilchsau ist aber leider eine sehr seltene Art und dabei unnötig teuer.

2. Bedienpersonal nicht in die Planung einbeziehen

Wer nicht fragt, bleibt dumm – dabei ist es so naheliegend. Das Produktionspersonal weiß stets am besten, welche Funktionen eine Maschine haben muss. Denn es sieht täglich, wie Produktionsmenge, Qualität oder Losgrößen beschaffen sein müssen, um die Produktionsziele zu erreichen.

3. Stakeholder außer Acht gelassen

Damit ein Projekt erfolgreich ist, müssen tatsächlich alle relevanten Stakeholder einbezogen werden. Das ist harte Arbeit, aber unerlässlich. Denn nicht nur die Produktion hat Anforderungen, auch Vertrieb und Service. Wenn nicht alle Anforderungen erfasst werden, bleibt es bei einer einseitigen Sichtweise auf das Projekt. Das Ergebnis wird dann ebenfalls einseitig ausfallen.

4. Nicht auf einheitliche Angebote bestehen

Vollkommen nachvollziehbar: Jeder angefragte Lieferant hat seine eigenen Angebotsvorlagen, die er am liebsten verwendet. Für denjenigen, der anfragt, bedeutet das aber: Er bekommt eine Fülle von unterschiedlichen Angeboten, die sich nicht gut vergleichen und auswerten lassen. Deshalb sollten Sie immer mit einem einheitlichen Anfragedokument um ein Angebot bitten.

5. Kein Lastenheft

Aufschreiben macht Mühe, lohnt sich aber. Wenn Anforderungen nicht schriftlich definiert sind, bleiben für die Lieferanten Grauzonen. Das sind einige Freiheitsgrade in der Ausführung, die erfahrungsgemäß auch genutzt werden – in der Regel eher nicht zum Vorteil des Kunden.

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