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Zeitersparnis beim Ebenenschlichten

| Autor/ Redakteur: Karl Obermann / Stefanie Michel

Neue Tonnenfräsertypen kommen jetzt in eine breite Anwendung. Doch erst mit entsprechender CAM-Technik lässt sich das Potenzial der Werkzeuge voll ausschöpfen. Daher wurde eine hocheffiziente Schlichtstrategie entwickelt, die Fertigungszeiten reduziert und die Oberflächengüte sowie die Werkzeugstandzeit erhöht.

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Die neue Schlichtstrategie bietet großes Potenzial im Werkzeug- und Formenbau bei Bauteilen mit vielen Ebenen.
Die neue Schlichtstrategie bietet großes Potenzial im Werkzeug- und Formenbau bei Bauteilen mit vielen Ebenen.
( Bild: Open Mind )

Die Geschichte mit den Tonnenfräsern begann bei Open Mind bereits 2001. „Damals haben wir bei einem Projekt für einen Schweizer Kunden einen Tonnenfräser genutzt. Es musste eine komplexe Schraube mit konkaven Flanken programmiert werden“, erinnert sich Peter Brambs, Principal Engineer of Product Innovation bei Open Mind in Wessling. Für die Bearbeitung einer Kompressorschnecke schien den CAM-Experten ein Tonnenfräser besonders gut geeignet. Doch kein Hersteller konnte das passende Werkzeug liefern, daher wurde der Fräser bei einer kleinen Werkzeugschleiferei gefertigt. „Ich will damit nicht behaupten, dass wir hier den Tonnenfräser erfunden haben – ich denke, den gab es schon in den 70er- und 80er-Jahren –, jedoch waren wir sicher die Pioniere, die diese Fräserform konsequent in einem CAM-System unterstützt haben“, so Brambs weiter. Bereits 2002 wurde dieser Werkzeugtyp in Hypermill unterstützt und schon damals mit Kollisionsvermeidung für den Schaft.

Die Fertigungsergebnisse überzeugten den Kunden: Mit den entsprechenden CAM-Strategien und dem Einsatz des Tonnenfräsers konnte sowohl die Bearbeitungszeit drastisch reduziert als auch die Standzeit erheblich verlängert werden. Zugleich stiegen die Bearbeitungsgenauigkeit sowie die Oberflächengüte. Peter Brambs: „Wir erkannten schnell die Möglichkeiten und Vorteile, die die Bearbeitung mit den neuartigen Werkzeugtypen bot, und entwickelten konsequent die passenden CAM-Technologien weiter.“

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Zeiteinsparungen von bis zu 90 % bei Ebenschlichtoperationen

Open Mind war einer der ersten CAM-Hersteller, die sich intensiv mit der Fünf-Achs-Bearbeitung mit speziellen Fräsern auseinandersetzten. „Dieses Know-how floss in die Entwicklung der neuen Strategie ‚Tangentiales Ebenenschlichten’ – einer echten CAM-Neuheit, mit der Zeiteinsparungen von bis zu 90 % bei Ebenschlichtoperationen zu erzielen sind“, wie Brambs weiter ausführt.

Zwei zentrale Aspekte ermöglichen den enormen Effizienzsprung: die neue CAM-Strategie „tangentiales Ebenenschlichten“ und ein neuartiger Fräsertyp. Um ein perfektes Zusammenspiel von beiden Faktoren zu gewährleisten, arbeitete Open Mind mit dem Werkzeughersteller Franken zusammen. Gemeinsam entwickelten die Partner einen neuen Werkzeugtyp, den konischen Tonnenfräser.

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