Industrieelektronik Zentrale Infrastruktur ermöglicht die Fernwartung vieler Anlagen

Autor / Redakteur: Lutz Jänicke / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Fernwartung über das Internet kann die zukünftige Standardtechnik werden. Zu einer Fernwartungslösung für Maschinenbauer gehört jedoch mehr als eine Kommunikationsschnittstelle: Eine skalierbare Managementlösung und eine zentrale Datenübergabestelle sind unverzichtbare Bestandteile des Gesamtkonzepts.

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Die Fernwartung von Anlagen dient der Kostenreduktion. Erfolgt sie über das Internet, wird eine sichere Verbindung benötigt.
Die Fernwartung von Anlagen dient der Kostenreduktion. Erfolgt sie über das Internet, wird eine sichere Verbindung benötigt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die traditionelle Fernwartung über Modem wird absehbar durch VPN-Verbindungen über das Internet ersetzt. Die große Zahl neu vorgestellter VPN-Router für Industrieanwendungen zeigt, dass der Markt in Bewegung ist.

VPN Appliance nur ein Teil des Fernwartungssystems

Für den erfolgreichen Einsatz von Fernwartung über VPN ist aber die VPN Appliance an der Maschine nur ein Teil des Puzzles. Das zentrale VPN-Gateway und die Managementlösung sind genauso wichtig für den Betrieb.

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Die eingesetzte Fernwartungs-Lösung muss mit der Zahl zu wartender Maschinen korrelieren. Die maximale Zahl von Maschinen unter Wartung ergibt sich aus der Zahl der Maschinen pro Jahr und der typischen Laufzeit von Wartungsverträgen. Es gilt also, auf die Fernwartung von hunderten oder sogar tausenden Maschinen vorbereitet zu sein.

Fernwartung über das Internet erfordert eine sichere Verbindung, wobei Vertraulichkeit (Verschlüsselung) und Authentifikation durch VPN-Tunnel erzielt werden. Die VPN-Tunnel werden zwischen dezentralen Appliances wie dem Innominate Mguard an den einzelnen Maschinen und dem zentralen Servicegateway aufgebaut, das sich typischerweise im Rechen- oder Servicezentrum des Maschinenbauers befindet.

VPN-Tunnel müssen für vorbeugende Instandhaltung und Fernüberwachung stets aktiv sein

Für Angebote wie die vorbeugende Instandhaltung oder Fernüberwachung müssen die VPN-Tunnel ständig aktiv sein; teilweise werden sie auch nur deswegen ständig betrieben, um die Verfügbarkeit der Verbindung sicherzustellen. Werden die VPN-Tunnel nur im Fernwartungsfall aktiviert, muss nur eine kleine Zahl aktiver Tunnel gleichzeitig unterstützt werden. Die Konfiguration einer großen Zahl von Tunneln muss aber möglich sein (Bild 1).

Bei der Konzeption einer Fernwartungslösung mit VPN ist schon bei den ersten Planungsschritten der Endausbau zu berücksichtigen. Die Erfahrungen mit schon vorhandenen Modemlösungen, von denen nur wenige gleichzeitig aktiv sind, lassen sich nicht sinnvoll übertragen.

Fernwartung reduziert die Kosten beim Maschinenbauer

Soll die Fernwartung zukünftig ausschließlich über VPN erfolgen, müssen alle ausgelieferten Systeme dies unterstützen. Es ergibt sich ein Wachstum der zu verwaltenden Verbindungen entsprechend der ausgelieferten Zahl von Maschinen. Die Fernwartung dient der Kostenreduktion beim Maschinenbauer (Gewährleistung) oder Betreiber und wird über mehrere Jahre benötigt.

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