ABB Stotz-Kontakt

Zum Geburtstag eine flexible, hochautomatisierte Montagelinie

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Bei Handhabung kommt es auf höchste Präzision an

Bei der Handhabung der manuell gefertigten Baugruppen ist höchste Präzision gefragt. Diese Komponenten werden in Bulgarien gefertigt, anschließend auf Trays palettiert und von einem IRB 1600 in den automatisierten Prozess eingebracht. „Der Roboter muss die Baugruppen lagerichtig entnehmen, damit sie nicht beschädigt werden, und der Anlage zuführen“, sagt Erhan Serbest, Leiter Operations Line Protection bei ABB Stotz-Kontakt. „Bei der Greif- und Setzgenauigkeit sind lediglich Toleranzen im Zehntelmillimeterbereich zulässig.“

Ein weiterer IRB 1600 ist Bestandteil der Prüfanlage, die sich direkt an die Fertigungsstraße anschließt. Sie führen die Sicherungsautomaten der thermischen Prüfung zu und entnehmen sie nach dem Test wieder. Die Anlage simuliert thermische Last der normgemäßen Stundenprüfung in 22 bis 25 Sekunden. Dabei werden nicht nur Stichproben genommen; vielmehr durchläuft jedes einzelne Produkt, das auf der ML2 gefertigt wird, zunächst die thermische und anschließend die elektromagnetische Prüfung, bei der ein Kurzschluss simuliert wird.

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Flexpicker ermöglicht hohe Flexibilisierung

Das Herzstück der Flexibilisierung des Fertigungsprozesses auf der ML2 bildet der IRB 360 Flexpicker. Der Roboter bestückt jedes Schaltergehäuse mit der passenden Spule, die er mit vorgegebener Geschwindigkeit aus der ungeordneten Menge auf einem Transportband greift. Über zwei Kameras erkennt er, welche Spule geeignet positioniert ist, nimmt diese auf und setzt sie in einen Werkstückträger ein. Die nicht gegriffenen Spulen werden der Anlage über ein Endlosband von Neuem zugeführt.

Der Flexpicker kann – ohne, dass eine Umrüstung erforderlich ist – elf unterschiedliche Spulenvarianten greifen. Auch bei sehr kurzer Taktzeit leistet er sich keine Fehlgriffe, sodass in der Anlage kein Leerlauf durch nicht bestückte Werkstückträger entsteht. Die Leistung des Flexpickers liegt sogar etwas über den geforderten Werten. „Um etwas höhere Sicherheit zu haben und bei etwaigen zukünftigen Taktsteigerungen noch Reserven zu besitzen, haben wir ihn mit einer höheren Taktzeit als der im Pflichtenheft definierten abgenommen“, sagt Erhan Serbest.

Komplette Rückverfolgbarkeit über QR-Code auf jedem Schalter

Mit der weltweiten Kooperation zwischen verschiedenen Konzernstandorten wächst für ABB auch der Bedarf und der Nutzen eines leistungsfähigen Datenmanagements. „Die ML2 und die MCB-Produktion an den anderen ABB-Standorten sind schon voll in der Industrie 4.0 angekommen und stehen für das Konzept des Internets of Things, Services und People (IoTSP), das ABB verfolgt“, sagt Frank Mühlon. „Wir analysieren eine große Datenmenge aus der Fertigung, beispielsweise Qualitätsdaten aus dem Testing oder Daten aus den Montagekreisen, und schaffen über den individuellen QR-Code, den jeder Schalter zu Beginn erhält, vollkommene Rückverfolgbarkeit. Hinzu kommen Analysen, mit deren Hilfe wir die Vorfertigung je nach Bedarf steuern können. Das ganze geschieht über eine von uns eigens entwickelte Software, die die Daten weltweit visuell verfügbar macht – und zugleich bei Fragen oder Problemen die Möglichkeit zur Ferndiagnose und Onlinewartung bietet.“

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