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Mecadat

Zum perfekten Werkzeug mit einer 3D-CAD- und CAM-Komplettlösung

| Autor / Redakteur: Wolfgang Bahle / Frauke Finus

Impressionen aus dem Hause Kunrath.
Impressionen aus dem Hause Kunrath. (Bild: Mecadat)

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Die Werkzeuge der Berthold Kunrath GmbH, mit denen komplexe Stanz- und Ziehteile für Abgassysteme entstehen, sind bei den KFZ-Zulieferern äußerst gefragt. Zum Erfolg des saarländischen Spezialisten trägt die durchgängige 3D-CAD- und CAM-Komplettlösung VISI, die über spezielle Module für den Stanz- und Umformbereich verfügt, entscheidend bei.

Eigentlich haben Tausende Autofahrer tagtäglich mit Berthold Kunrath zu tun, sie wissen es nur nicht. „Wir rüsten vorwiegend die großen Zulieferer aus dem Bereich Abgastechnik mit hochwertigen Werkzeugen aus”, sagt Thomas Schumacher. „Zudem produzieren wir hier am Standort komplexe Blechteile, vorwiegend aus Edelstahl, die zum Beispiel in Schalldämpfern und Katalysatoren verbaut werden.“ Schumacher ist einer der drei Geschäftsführer des 1980 gegründeten Familienunternehmens, das am Firmensitz im nordsaarländischen Theley in zwei Gesellschaften zusammen 71 Mitarbeiter beschäftigt. Während in der BK Stanz- und Umformtechnik GmbH mit mechanischen und hydraulischen Pressen bis 3 mm dicke Zieh-, Stanz- und Biegeteile entstehen, ist in einem zweiten Gebäude der Werkzeugbau bei Berthold Kunrath zusammengefasst. „Pro Jahr konstruieren und fertigen wir mit 55 Mitarbeitern, davon zehn Auszubildende, zwischen 60 und 80 komplexe Werkzeuge in Platten- oder Gussbauweise für die Blechumformung.“ Hierzu zählen modular aufgebaute Werkzeuge in Folgeverbundtechnik bis 3,60 m Länge, Transfer- und Handeinlegewerkzeuge sowie Hilfsziehwerkzeuge für Prototypen und Kleinserien.

Kürzere Projektlaufzeiten

„Die Forderung nach immer kürzeren Projektlaufzeiten hält weiter an”, beschreibt Geschäftsführer-Kollege Günter Görgen das nicht ganz einfache Marktumfeld. Der gelernte Ingenieur spricht von 16 bis 22 Wochen Durchlaufzeit, die man von der Angebotsphase bis zur Abmusterung des fertigen Werkzeugs aktuell nur noch benötige. „Früher war das mal ein halbes Jahr.“ Bei Kunrath begegnet man dieser Herausforderung mit kontinuierlichen Investitionen: In die Ausbildung der Mitarbeiter, in neue Technik. Hierzu zählt auch die komplett durchgängige CAD- und CAM-Struktur, die bei Kunrath den gesamten Workflow, angefangen von der Angebotsphase über Kalkulation und Konstruktion bis hin zu den NC-Programmen für die Fräs- und Erodiermaschinen, abdeckt.

Diese Aufgabe wird heute komplett von der Software VISI übernommen, eine Produktfamilie des britischen Herstellers VERO Software. „Wir setzen VISI im CAM-Bereich bereits seit 1997 ein”, erinnert Marco Schorr, Prokurist und Leiter der Konstruktion, an die Anfangszeit. „Wir hatten damals nach einer leistungsfähigen und möglichst leicht bedienbaren 3D-Programmiersoftware gesucht, um schnell und fehlerfrei überzeugende Fräsergebnisse zu erzielen und sind dann recht schnell bei VISI-CAM gelandet.“ Von der damaligen Entscheidung sei man heute noch überzeugt, zumal man mit Men at Work einen Ansprechpartner hätte, „der unsere Mitarbeiter hervorragend in Sachen VISI fit macht und uns auch im Tagesgeschäft immer wieder unter die Arme greift, wenn es irgendwo klemmt.“ Men at Work ist ein Systemhaus und Konstruktionsdienstleister mit Sitz im badischen Bietigheim, der VISI-Anwender unter anderem im südwestdeutschen Raum betreut, was auch ergänzende Eigenentwicklungen umfassen kann.

Umstellung komplett auf 3D

Wenige Jahre später sollte auch der Konstruktionsbereich komplett auf 3D umgestellt werden. „Wir hatten an einem Arbeitsplatz bereits mit Catia gearbeitet, waren aufgrund der Komplexität der 3D-CAD-Software damit aber nicht besonders produktiv”, so Schorr. Deshalb suchte man nach einem CAD-System, das nicht nur deutlich leichter bedienbar sein, sondern auch über spezielle Funktionen für den Werkzeugbau verfügen sollte. „Unsere Leute an den CAM-Arbeitsplätzen waren inzwischen so begeistert von ihrem System und haben uns den Tipp gegeben, das 3D-CAD von VISI einmal näher anzusehen. So sind wir auch im Konstruktionsbereich zu VISI gekommen.“ Das war 2001. Seither ist beim Thema CAD nicht nur die zweidimensionale Ära mit Autocad allmählich ausgelaufen, sondern auch der zwischenzeitliche Ausflug in die Welt von Catia, das eigentlich nur noch zur Programmierung der 3D-Laserschneidanlage dient. Angelieferte Catia-Daten werden heute über die Catia-Schnittstellen von VISI eingelesen, was problemlos funktioniere, wie Schorr betont.

Ergänzendes zum Thema
 
VISI

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