Extremdynamikerinnen Zwei 5-Achs-Portalfräsen stellt Parpas zur EMO Milano vor

Redakteur: Peter Königsreuther

Parpas wird zur EMO in Mailand unter anderem das 5-Achs-Portalfräszentrum Speedliner ins Rampenlicht stellen. Ein Gantry-Bearbeitungszentrum von OMV wird auch zu sehen sein.

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Das ist die 5-Achs-Portalfräsmaschine Speedliner, die Parpas zum Highlight des EMO-Mailand-Auftritts machen wird. Außer dieser, als besonders dynamisch bezeichnete Präzisionsgarantin, wird noch eine andere Fünfachserin ihren Auftritt haben.
Das ist die 5-Achs-Portalfräsmaschine Speedliner, die Parpas zum Highlight des EMO-Mailand-Auftritts machen wird. Außer dieser, als besonders dynamisch bezeichnete Präzisionsgarantin, wird noch eine andere Fünfachserin ihren Auftritt haben.
(Bild: Parpas)

Parpas unterstreicht mit Blick auf die im Rahmen der EMO Mailand zu sehenden Maschinen den Einsatz von Torque- und Linearmotoren sowie die präzise gesteuerten Achsen. Das verleihe den Fräsneuheiten eine hohe Dynamik. Mit den passenden Automatisierungseinrichtungen erhöht sich die Produktivität außerdem, heißt es weiter.

Hier nun zu den auf der Messe präsentierten Anlagen.

Flotte 5-Achs-Fräse aus einer Systemverschmelzung

Der Speedliner ist nach Aussage von Parpas eine Synthese aus den beiden Gantry-Fräszentren XS und Diamond Linear 30. Damit setze sie einen neuen Maßstab in Sachen schnell arbeitender, präziser Portalfräszentren.

Es handelt sich deshalb auch um eine Gantry-Fräsmaschine mit einer 5-Achs-Portaltraverse. Ihre Achsen werden komplett von Linear- und Torquemotoren angetrieben. Das erkläre die hohe Dynamik, die Spielfreiheit der bewegten Komponenten und deren Lebensdauer.

Die Verfahrwege des Systems sind individuell anpassbar. Die Längsachse bewegt sich zwischen 4 und 30 Meter, die Querachse ist in drei möglichen Konfigurationen erhältlich, die 2,6, 3,2 oder 3,6 Meter Fahrweg bieten. Die Vertikalachse gibt es in den Varianten 1,2 und 1,5 Meter.

Zu den technischen Merkmalen gehören auch einige Besonderheiten, betont Parpas. Damit sind die patentierte thermische Stabilisierung der Strukturen für eine garantierte volumetrische Bearbeitungspräzision gemeint sowie eine (ebenfalls patentiert) dritte Führung mit Biegetorsionsstabilisator, die die geometrische und dynamische Ausrichtung der Maschine in jedem Bereich des Arbeitsfeldes sichert. Die volumetrische Präzision wird beim Speedliner übrigens vertraglich garantiert, heißt es dazu.

Zwei Optionen in Sachen Fräsköpfe

Für die Fräsköpfe bei denen die Achsen ausschließlich von Torquemotoren bewegt werden, stehen verschiedene Optionen zur Auswahl. Diese reichen vom Kopf mit orthogonaler Geometrie (TOE-Modell) bis zum Gabelkopf (Avio80), womit man den meisten Zerspanungsanforderungen gewachsen sei. Der erste hat zwei durchgehende Achsen und ist wegen seiner Form besonders für Bearbeitungen geeignet, bei denen tiefer in das Werkstück eingetaucht werden muss, wie etwa im Werkzeug- und Formenbau. Dadurch kann das Werkzeug in Bereiche vordringen, die normalerweise nicht oder nur mit überlangen Werkzeugen erreichbar wären. Die zweite Option, vor allem für die Luftfahrt attraktiv, sei für Bearbeitungen mit fünf durchgehenden Achsen konzipiert, bei denen sowohl geschruppt als auch geschlichtet werden muss. Beide könnten das Endlossystem für eine kontinuierliche Rotation aus der C-Achse nutzen, merkt Parpas an.

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