Erste Lichtblicke

Die aktuelle Composites-Markterhebung zeigt Positives

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Leichte Aufbruchstimmung bei Investitionen und Personalentwicklung

Die aktuell etwas optimistischere Bewertung der wirtschaftlichen Situation wirkt sich natürlich auch auf das Investitionsklima aus. Es zeigen sich deshalb sowohl hinsichtlich der Personalplanung als auch mit Blick auf die geplanten Maschinen- respektive Anlageninvestitionen leicht positive Verschiebungen. Der Anteil der Befragten, die Maschineninvestitionen für wahrscheinlich halten (oder wenigstens planen), nimmt von 42 Prozent (letzte Befragung) auf 50 Prozent zu. Dabei schrumpft aber der Anteil derjenigen, die bereits konkrete Investitionen planen (Diagramm 4).

Diagramm 4(Bild:  Composites Germany)
Diagramm 4
(Bild: Composites Germany)

Auch in diesem Bild zeigt sich aber eine optimistische Grundtendenz, bei einer aber noch eher abwartenden Haltung. Das ist der Punkt, der unterstreicht, dass noch abzuwarten ist, ob es sich bei der derzeitigen Entwicklung um eine generelle Trendumkehr oder nur um ein kurzes optimistisches Aufflackern handelt, wie Composites Germany zu bedenken gibt. Ein vergleichbares Bild zeigt sich bei der Personalplanung. Nachdem in der letzten Markterhebung noch 19 Prozent der Befragungsteilnehmer von einem Anstieg der Personalkapazität ausgegangen waren, liegt dieser Wert aktuell zwar bei 15 Prozent, doch demgegenüber steht ein Rückgang derjenigen, die einen Personalabbau für wahrscheinlich halten (Absinken von 29 auf 27 Prozent).

Buntes Composite-Bild bei den Erwartungen an die Anwendungen

Der Composite-Markt ist, wie die Wirtschaftsvereinigung hierzu anmerkt, durch eine starke Heterogenität geprägt, die sowohl material- als auch anwendungsseitig gilt. In der Befragung wurden die Teilnehmer deshalb gebeten, ihre Einschätzung hinsichtlich der Marktentwicklung unterschiedlicher Kernbereiche zu geben. Die Erwartungen malen auch ein äußerst differenziertes Bild (Diagramm 5).

Diagramm 5(Bild:  Composites Germany)
Diagramm 5
(Bild: Composites Germany)

Der wichtigste Anwendungsbereich für Composites ist demnach die Mobilität, wegen dem Leichtbaueffekt. Dieser Bereich befindet sich derzeit in starken Umbrüchen und steckt in Europa und Deutschland nicht zuletzt in einer massiven Krise. Das spiegeln auch die Antworten wider. Und was Wachstum betrifft, so wird das vor allem im Bereich Luftfahrt sowie Bau-/Infrastruktur erwartet, auch wenn sich Deutschlands Baubereich derzeit nicht gut entwickelt. Für die nächsten Monate 2025 erwarten die Experten deshalb allenfalls ein geringes Wachstum. Erst für 2026 wird wieder von einer deutlichen Belebung ausgegangen. Für Europa zeigt sich ein vergleichbares Bild.

Das könnten Wachstumstreiber im Composite-Geschäft sein

Wirft man einen analytischen Blick auf die Wachstumsimpulse für den Composite-Bereich, so zeigt sich in der aktuellen Befragung leichte Bewegung. Denn hinsichtlich ihrer Einschätzung, aus welchen Bereichen zukünftig die maßgeblichen Wachstumstreiber für die Composite-Industrie kommen werden, konnte das Hightech-Material CFK, also carbonfaserverstärkte Kunststoffe, leicht zulegen. Glasfaserverstärkte Faserverbundwerkstoffe (GFK) sind demnach als eigentlich zweitstärkste Materialgruppe am Schwächeln. Regional kommt es zu einer leichten Verschiebung. Denn die wesentlichen Wachstumsimpulse werden aus Asien und Europa erwartet. Die Bedeutung Nordamerikas als Motor für die Composite-Industrie geht jetzt deutlich zurück, wohingegen Deutschland als mögliche Wachstumsregion stärker in den Fokus rückt, wie bei der 25. Markterhebung herauskam. Wie bereits im laufenden Text angedeutet wurde, dreht der Composite-Index erstmals seit 2022 weitgehend ins Positive. Lediglich die Bewertung der eigenen derzeitigen Geschäftslage über alle Regionen hinweg bleibt noch verhalten (Diagramm 6).

Diagramm 6(Bild:  Composites Germany)
Diagramm 6
(Bild: Composites Germany)

Das kann man aus der aktuellen Markterhebung für Composites ableiten:

Es bleibt abzuwarten, ob es gelingt, auf die derzeit optimistischere Grundstimmung aufzubauen. Politisch werden derzeit ja viele Maßnahmen zur Stärkung der deutschen respektive europäischen Wirtschaft unternommen. Dabei müssen dann aber (Finanzierungs-Ideen und -Vorhaben auch in die Umsetzung kommen. Vor allem der Bau- und Infrastrukturbereich könnte maßgebliche Impulse durch das deutsche Wachstumspaket genießen, meint Composites Germany. Aber nur gemeinsam wird es möglich sein, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, um ihn zu erhalten. Für Composites als Materialgruppe generell zeigen sich, aufgrund des speziellen Eigenschaftsportfolios, nach wie vor sehr gute Chancen zum Ausbau der Marktposition. Das gilt sowohl für neue als auch für bestehende Märkte. Die Abhängigkeit von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen jedoch bleibt bestehen, muss man feststellen. Der Weg, der jetzt gemeinsam zu gehen ist, heißt: Über Innovationen neue Marktfelder zu erschließen, Chancen konsequent zu nutzen und gemeinsam daran zu arbeiten, Composites weiter in bestehenden Märkten zu implementieren. Composites Germany bietet dazu mit seinem hervorragenden Netzwerk vielfältige Ansatzpunkte. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Die nächste Markterhebung für Composites wird dann im Januar 2026 erscheinen.

Wer will, kann sich hier einmal die Markterhebung vom Februar 2025 anschauen.

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