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Finanzen 3 Fragen zur Insolvenz in Eigenverwaltung

| Autor: Melanie Krauß

Was bedeutet Insolvenz in Eigenverwaltung? Und für wen kommt sie überhaupt infrage? Sanierungsexperte Tillmann Peeters gibt einen kurzen Überblick über Ablauf, Vorteile und Voraussetzungen.

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Zwingende Voraussetzung: Damit eine Insolvenz in Eigenverwaltung überhaupt infrage kommt, muss der Antrag beim Gericht frühzeitig gestellt werden.
Zwingende Voraussetzung: Damit eine Insolvenz in Eigenverwaltung überhaupt infrage kommt, muss der Antrag beim Gericht frühzeitig gestellt werden.
(Bild: ©Morakot - stock.adobe.com)

Das Ziel der Insolvenz in Eigenverwaltung ist es, ein Unternehmen zu sanieren, also zu retten. Der Unterschied zum Regelverfahren ist, dass der Geschäftsführer weiterhin selbst handeln darf und Entscheidungen trifft. Statt einen Insolvenzverwalter bekommt er vom Gericht einen Sachwalter an die Seite gestellt. Dessen Aufgabe ist es, den Geschäftsführer zu überwachen. Das Unternehmen kann jedoch weiterhin selbst über die Finanzen, die sogenannte Insolvenzmasse, verfügen.

2. Was sind die Voraussetzungen für eine Insolvenz in Eigenverwaltung?

Im Prinzip kann jeder einen Antrag auf Eigenverwaltung stellen. Einzige Voraussetzung: Der Antrag muss frühzeitig gestellt werden. Der Geschäftsführer darf die Insolvenz also nicht verschleppt haben, indem er beispielsweise seit Monaten fällige Steuerzahlungen nicht beglichen hat. Je früher der Antrag also gestellt wird, desto besser die Chancen, dass das Gericht ihn bewilligt.

Über den Autor

 Melanie Krauß

Melanie Krauß

Redakteurin Management & IT und Karriere & Weiterbildung