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Mapal Dr. Kress

3D-Druck bringt Mini-Spanntechnik für Zerspanung

| Redakteur: Peter Königsreuther

Dank der Additiven Fertigung kann etwa die Hydrodehnspanntechnik auch für Futter mit HSK-E25-Aufnahme und schlanker Kontur eingesetzt werden, wie die Mapal-Entwickler zeigen. Im Vergleich rechts davon ein Hydrodehnspannfutter mit HSK-A63-Aufnahme. Dieses Ergebnis öffnet viel Anwendungschancen für die Zerspanung im Miniformat.
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Dank der Additiven Fertigung kann etwa die Hydrodehnspanntechnik auch für Futter mit HSK-E25-Aufnahme und schlanker Kontur eingesetzt werden, wie die Mapal-Entwickler zeigen. Im Vergleich rechts davon ein Hydrodehnspannfutter mit HSK-A63-Aufnahme. Dieses Ergebnis öffnet viel Anwendungschancen für die Zerspanung im Miniformat. (Bild: Mapal)

Aus vielen Branchen ist der Ruf nach immer kleineren Bearbeitungssystemen zu hören. In der Zerspanungswelt betrifft das etwa die Werkzeuge. Mapal nutzt die Additive Fertigung jetzt, um die dazu passenden Werkzeugspannsysteme zu schaffen.

Sei es in der Elektrotechnik, der Medizintechnik, im Luft- und Raumfahrtbereich, der Uhrenindustrie oder in der Robotik und im Maschinenbau – viele Produkte werden immer kleiner, dabei aber smarter, bedienerfreundlicher und leistungsstärker gestaltet. Das Thema Platz ist damit entscheidend. Denn nicht nur am Handgelenk, in der Hosentasche, an Bord eines Flugzeugs oder im menschlichen Körper ist der Platz begrenzt, sondern auch in den Produktionshallen der Unternehmen.

Aus diesem Anspruch heraus entsteht die Forderung nach Produktivität auf engstem Raum, der den Kreislauf der Miniaturisierung auf die gesamte Wertschöpfungsebene überträgt. Die Maschinen- und Werkzeugtechnologie in diesem Kleinstsektor erfordert, dass auch im Bereich der Spanntechnik immer mehr Funktionen auf kleinstem Raum erfüllt werden müssen.

Problem der Kühlschmierführung gelöst

Die Rundlaufgenauigkeit der Spannfutter für Spanungsdicken, die im Bereich von wenigen Tausendstel Millimetern liegen, muss nahezu bei null liegen. Denn nur so können gute Oberflächen bei höchsten Drehzahlen und langer Standzeit der Werkzeuge erreicht werden. Zudem muss prozesssicher dafür gesorgt werden, dass jegliche Verschmutzung durch Mikropartikel ausgeschlossen ist. Ein weiteres, wichtiges Thema bei der Zerspanung im Kleinstsektor ist die Versorgung mit Kühlschmierstoff. Zu viel Medium bedeutet aufwendiges nachgelagertes Bauteilreinigen, zu wenig oder keine Kühlung wiederum führen zu Qualitäts- und Produktivitätseinbußen.

Wenn dann auch noch das Handling einfach gestaltet sein muss, stoße die konventionelle Fertigung an ihre Grenzen. „Je kleiner Werkzeug und Spannfutter sind, desto einfacher muss die Handhabung sein. Denn mit jeder Verkleinerung wird der Umgang mit externen Peripheriegeräten umständlicher und schwieriger“, bringt es Jochen Schmidt, Produktmanager Spanntechnik bei Mapalauf den Punkt. Mit der Schrumpf- oder der Spannzangentechnik dauert es zudem deutlich länger, bis die Werkzeuge einsatzbereit sind. Auch summieren sich bei mehrteiligen Aufbauten die einzelnen Abweichungen der Komponenten zu einer nicht unerheblichen Fehlerkette.

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