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Kaltgasspritzen

3D-Druck in Überschallgeschwindigkeit

| Autor: Simone Käfer

Anstatt Metallpulver zum Schmelzen zu bringen, arbeiten die Australier von Spee-3D mit Geschwindigkeit.

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Das australische Unternehmen Spee-3D hat einen Roboterarm in seinen 3D-Drucker gebaut. Beim SP3D-Verfahren wird mit Überschallgeschwindigkeit ein Metallbauteil additiv gefertigt.
Das australische Unternehmen Spee-3D hat einen Roboterarm in seinen 3D-Drucker gebaut. Beim SP3D-Verfahren wird mit Überschallgeschwindigkeit ein Metallbauteil additiv gefertigt.
(Bild: Simone Käfer, MM)

In einer Lavaldüse wird Luft – und das Metallpulver – dreimal schneller als Schallgeschwindigkeit beschleunigt. Die gespritzten Metallpartikel treffen auf ein Substrat, das an einem sechsachsigen Roboterarm befestigt ist. Die rein kinetische Energie der Partikel bewirkt dabei, dass sich die Pulver zu einem hochdichten Teil mit normalen metallurgischen Eigenschaften verbinden. Spee-3D hat diesen Prozess „Supersonic 3D Deposition” (SP3D) genannt, er ist auch als Kaltgasspritzen bekannt. Ein Vorteil dieses Verfahrens ist, dass keine speziell aufbereiteten Pulver nötig sind. Außerdem sei SP3D sehr schnell. An Materialien verarbeiten die Australier derzeit Kupfer und Aluminium.

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Über den Autor

Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung, Werkstoffe und Materialfluss, Vogel Communications Group