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Strahlanlagen

50 % schneller strahlen mit Anlage auf dem Stand der Technik

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Das Reinigungsstrahlen von gehärteten Zahnrädern und Wellen stellt heute Anforderungen, die nur mit Strahlanlagen auf dem aktuellen Stand der Technik erfüllt werden können. Im Vergleich zu älteren Maschinen können Anwender zudem von einer deutlich verkürzten Strahlzeit profitieren.

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Bild 1: Diese Hängebahn-Strahlanlage hat Agtos zum Reinigen von gehärteten Zahnrädern und Wellen bei Henschel errichtet.
Bild 1: Diese Hängebahn-Strahlanlage hat Agtos zum Reinigen von gehärteten Zahnrädern und Wellen bei Henschel errichtet.
(Bild: Agtos)

Was sich alles erreichen lässt, zeigt das Beispiel einer neuen Strahlanlage, die Agtos für das Maschinenbauunternehmen Henschel errichtet hat. Das Kasseler Unternehmen begann als Fertigungsbetrieb für Getriebe und Zahnradsätze auf dem Gebiet der Lkw- und Omnibusproduktion und fertigt inzwischen individuelle Systeme. Die Hauptprodukte sind Extrudergetriebe, Schneckengetriebe und -radsätze, Bahngetriebe, Straßenbahngetriebe und Sondergetriebe.

Im Bereich der Strahltechnik musste die vorhandene Anlage ersetzt werden, da die Strahltechnik veraltet war und die Kapazität der Maschine nicht mehr passte. Die Strahlaufgabe besteht aus dem Reinigungsstrahlen von gehärteten Zahnrädern und Wellen. Ein Retrofit der alten Anlage kam nicht infrage, da die vorhandene Filteranlage nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprach: In der alten Strahlanlage konnten die Großteile nicht optimal aufgehängt werden, sodass ein manuelles Wenden und ein zweiter Strahlvorgang erforderlich waren. Auch die Positionierung der erforderlichen zusätzlichen Turbine war an der alten Maschine nicht möglich beziehungsweise die Kapazität des Strahlmittelkreislauf und die Kapazität der Windsichtung waren nicht ausreichend.

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Neue Hängebahn-Strahlanlage verkürzt Strahlzeit um die Hälfte

Seitens Henschel entschied man sich deshalb für eine neue Hängebahn-Strahlanlage von Agtos. Im Ergebnis wurde die Strahlzeit mit nur einer zusätzlichen Turbine um circa 50 % verkürzt. Die Anforderung des Kunden war, die Härteschutzpaste in einem Strahlvorgang zu nahezu 100 % zu entfernen, was zur Zufriedenheit mit der neuen Technik erreicht werden konnte.

Als spezielle Ausführung für den Kunden baute der Hersteller von Strahlanlagen zwei auf das gesamte Teilespektrum abgestimmte Gehänge, durch den vergrößerten Strahlbereich kann das Gros der Teile im Vergleich mit der alten Maschine in einem Strahlvorgang ohne manuelles Wenden bearbeitet werden.

Strahlanlage an kleineres Fundament angepasst

Die Aufstellung der Anlage erfolgte in ein neues Fundament, das aus baulichen Gründen zudem zwingend kleiner ausfallen musste als bisher. Dies gelang durch konstruktive Änderungen: Hierzu wurde die Schnecke, die das Strahlmittel von der Strahlkammer zum Becherwerk fördert, geteilt ausgeführt – durch eine einfach zu demontierende Schraubkupplungsverbindung kann die Schnecke halbiert werden. Dadurch minimierte sich der erforderliche Montageplatz im Fundament. Auf diese Weise wurden Baukosten gespart. Die gesamte Strahlanlage steht auf Schwingungs-Dämpfungsmatten, damit Schwingungen reduziert und nicht auf die Umgebung übertragen werden. Die Traglast des Hängebahnsystems ist auf 2 t ausgelegt.

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