Mini-Roboter Ab 1 kg Tragkraft wird es spannend

Autor / Redakteur: Bernhard Foitzik / Udo Schnell

„Klein“ ist ja nur ein Kriterium, das Roboter bei manchen Applikationen erfüllen sollen. Kommt dann noch eine gewünschte Eigenschaft wie „Geschwindigkeit“ oder „Reichweite“ hinzu, haben die Minis unter den Robotern meist schon ausgespielt. Trotzdem gibt es im Bereich der Roboter mit 1 kg Traglast ein durchaus interessantes Angebot.

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Beim Stichwort „kleine Roboter“ ist der Schweizer ein Evergreen: Zur Motek kommt der kleine „Katana“ wieder einmal groß heraus. Auf dem Sensopart-Stand (Halle 6, Stand 6513) zeigt Frei Technik, wie ein Katana mit Bildverarbeitungssystem zwei unterschiedliche, von einem Schwingfördersystem bereitgestellte Teile greift und gezielt auf einem Drehtisch ablegt. „Diese Aufgabe“, werden Experten sagen, „sollte doch jeder Roboter schaffen.“

Mag sein, aber in der Sparte der kleinen Roboter ist das Angebot gar nicht so üppig. Als Grenze hat sich über Jahre eine Traglast von 3 kg herausgestellt. Darüber gibt es ein breites Angebot; nahezu jeder Roboterhersteller kann in diesem Segment ein Gerät anbieten. Darunter ist das Angebot überschaubar – wobei sich industrielle Anwender sicher nicht durch 1000fache Nennung des Begriffes „Miniaturroboter“ im Internet beirren lassen.

Nominell ist der Katana mit 0,5 kg Traglast unterwegs. Systemintegratoren gehen seit Neuestem mit einem Limit von 400 g auf die sichere Seite. Bei einer Reichweite von maximal 600 mm dürften in der Praxis 200 bis 400 mm als optimaler Arbeitsabstand vom Roboterfuß gelten. Eine neue Version, der Katana 450, soll zur Motek kommen. Mechanisch soll die neue Version etwas steifer sein und softwareseitig stabiler laufen.

Mitsubishi-Roboter-Zwerg platziert winzige Teile

In einer ganz anderen Liga spielen dagegen die Doppelarm-Scara der RP-Serie von Mitsubishi Electric. Als kleinster und schnellster Roboter dieser Baureihe kann der RP-1AH in einem Arbeitsbereich, der in etwa der Größe einer DIN-A-6-Seite entspricht, Teile mit einer Präzision von fünf Tausendstel Millimetern platzieren. Produktmanager Reiner Hänel, Mitsubishi: „Eine Teileplatzierung zehnmal genauer als eine Haares-breite gibt es nur mit Mitsubishi-Robotern.“

Die Doppelarm-Scara-Roboter der RP-Serie sind Hochleistungssysteme, die speziell für das Micro-Handling entwickelt wurden. Die Roboter sind nahezu unschlagbar in puncto Genauigkeit, Geschwindigkeit und Kompaktheit. Ideale Einsatzgebiete der kompakten Vier-Achser gibt es zum Beispiel in der Uhren-, Mobiltelefon- oder Hörgerätefertigung. Eine Zykluszeit von unter 0,5 s sei machbar, heißt es von Mitsubishi.

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