Spanntechnik AMF hat wichtige Weichen für 2021 gestellt

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

2020 musste auch AMF Federn lassen. Dennoch ist man zuversichtlich, nicht zuletzt, weil mit der Etablierung in neuen Branchen die Abhängigkeit von Maschinenbau und Automobilindustrie reduziert wurde.

Firmen zum Thema

Johannes Maier, geschäftsführender Gesellschafter von AMF: „Das vergangene Jahr war auch für uns kein leichtes, wir sehen jedoch für 2021 vielversprechende Anzeichen für eine deutliche Erholung.“
Johannes Maier, geschäftsführender Gesellschafter von AMF: „Das vergangene Jahr war auch für uns kein leichtes, wir sehen jedoch für 2021 vielversprechende Anzeichen für eine deutliche Erholung.“
(Bild: AMF)

„AMF krisenfest machen, lautete mein Motto schon vor zwei Jahren, das hat uns letztes Jahr etwas geholfen“, berichtet Johannes Maier, geschäftsführender Gesellschafter der Andreas Maier GmbH & Co. KG in Fellbach. Dennoch musste auch das traditionsreiche Fellbacher Familienunternehmen 2020 kräftig Federn lassen. Etwa 20 % Einbußen sorgen dafür, dass am Ende des Jahres knapp 40 Mio. Euro Umsatz zu Buche stehen. Über die Gründe will Maier gar nicht reden. Viel lieber spricht der Geschäftsführer über das, was zuversichtlich macht, „denn das gab es letztes Jahr auch.“

Wachstumsstarke Branchen im Blick

So hat sich AMF weiter in wachstumsstarken Branchen etablieren und die Abhängigkeit vom Maschinenbau und dem Automobilbereich reduzieren können. „Kunden in den Bereichen Lebensmittel, Chemie, Gesundheit und Kommunikation sowie in der Optischen Industrie sind sehr offen für unsere Lösungen in der Automatisierung und Prozessoptimierung“, betont Maier. Damit entkoppelt sich AMF auch etwas von den Investitionszyklen der klassischen Branchen.

International schlug vor allem Indien negativ zu Buche. Dagegen konnten Absätze in den USA erfreulicherweise stark zulegen. Kostenseitig ließen sich 2020 durch die ausgefallenen Messen Einsparungen erzielen. „Das hat uns geholfen, wobei die fehlenden Kontakte natürlich schmerzen.“ Erfreut zeigt sich Maier darüber, dass die Belegschaft komplett gehalten werden konnte. „Es war uns wichtig, dass wir niemanden vom Stammpersonal entlassen mussten“, so Maier erleichtert.

1,5 Mio. Euro sollen 2021 investiert werden

Anlass zum Optimismus in 2021 sieht Johannes Maier in einer seit Dezember deutlich anziehenden Nachfrage und einem im Januar bereits deutlich höheren Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr. Dem trägt AMF durch eine wieder deutlich steigende Investitionsplanung Rechnung. Mit 1,5 Mio. Euro plant das Unternehmen für 2021 erheblich mehr Ausgaben als im letzten Jahr, hauptsächlich für Software, Messtechnik und noch höhere Präzision in der eigenen Fertigung. „Da haben unsere Kunden in den neuen Branchen zum Teil erheblich höhere Anforderungen“, stellt Maier fest. Er freue sich aber grundsätzlich darauf, im Wettbewerb immer besser zu werden.

(ID:47080451)