Kostbares erhalten

Auch sehr alte Maschinen werden per Retrofit wieder konkurrenzfähig

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Digitalisierung wird im Maschinenbau immer wichtiger

Die Bedeutung digitaler Assistenzsysteme habe mit der Coronapandemie deutlich zugelegt, so Kössl. Allein die Zahl der Fernwartungseinsätze habe sich in dieser Zeit mehr als verdreifacht. Inzwischen werde jede zweite Maschine der United Grinding Group mit dem neuen „intelligenten“ Betriebssystem C.O.R.E. ausgestattet, das den Datenaustausch von Maschinen ermöglicht, was über die eingebaute Umati-Schnittstelle auch mit Drittsystemen klappe. C.O.R.E. bietet Zugang zu digitalen Möglichkeiten direkt an der Maschine, ohne zusätzliche Hardware installieren zu müssen, heißt es. So könne ein Remote-Einsatz etwa über die integrierte Kamera im C.O.R.E.-Panel per Videokonferenz begleitet werden. Die Digitalisierung helfe, die Arbeiten punktgenau und engmaschiger durchzuführen, um die Produktivität zu erhalten und die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Kössl teilt dabei die Auffassung, dass der Trend zu Big-Data-Analysen, künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen gehen dürfte, um eine vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) zu implementieren, troze dessen, dass noch sehr viele Vorbehalte dagegen haben. Kössel ist entspannt: „Wir sehen aber bereits eine neue junge Generation von Maschinenbetreibern, die mit dem Internet aufgewachsen ist und für die es natürlich ist, die damit verbundenen Möglichkeiten auch zu nutzen.“

Auch die Forschung trägt zur Digitalisierung bei

Das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) fördert gegenwärtig zahlreiche Projekte entlang der Wertschöpfungskette. Das beginnt beim reparaturfreundlichen Produktdesign und reicht bis zur Rückgewinnung von Rohstoffen. Die Digitalisierung werde dabei als wichtiger Schlüssel zum Erfolg der Circular Economy gesehen. Durch digitale Tools ließen sich die entsprechenden Akteure besser vernetzen. Unter den bisher geförderten Projekten findet sich beispielweise das Projekt Relife (Adaptives Re-Manufacturing zur Lebenszyklusoptimierung vernetzter Investitionsgüter). Dabei geht es nach Angaben der RWTH Aachen um eine adaptive Instandhaltungsstrategie, die anhand von Sensorikauswertungen den optimalen Zeitpunkt und Umfang von Instandhaltungsmaßnahmen bestimmt. Dabei würden sowohl technische als auch ökonomische und ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt. Basierend auf dem sensorisch überwachten Verschleißzustand von Komponenten werden präventive Re-Manufacturing-Maßnahmen vorgeschlagen, heißt es weiter. So soll die älter werdende Maschine auf dem technischen Niveau einer neuen Maschine gehalten werden – eine Vorgehensweise, die auch neue Geschäftsmodelle implizieren dürfte.

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