Kurve nochmal gekriegt! Audi schrammt haarscharf an roten Zahlen vorbei

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Autobauer respektive die VW-Tochter Audi hat im dritten Quartal nur knapp vermeiden können, in die roten Zahlen zu rutschen ...

Das dritte Quartal war für Audi fast ein Drama in Sachen rote Zahlen. Doch es ist nochmal gutgegangen. Allerdings korrigieren die Ingolstädter nun ihre Prognosen nach unten ...(Bild:  Audi)
Das dritte Quartal war für Audi fast ein Drama in Sachen rote Zahlen. Doch es ist nochmal gutgegangen. Allerdings korrigieren die Ingolstädter nun ihre Prognosen nach unten ...
(Bild: Audi)

Nach Steuern verdiente Audi nur noch 95 Millionen Euro, wie Ende letzte Woche aus Ingolstadt gemeldet wurde. Das waren 87 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als der Gewinn noch bei 718 Millionen lag. Damit sackte der VW-Teilkonzern, zu dem auch Lamborghini, Bentley und Ducati gehören, finanziell immer tiefer in die Krise. Währenddessen steht bekanntlich der Audi-Chef Gernot Döllner weiter wegen eines umstrittenen Auftritts mit US-Präsident Donald Trump kurz vor den US-Zwischenwahlen in der Kritik. Nach neun Monaten hat Audi 1,22 Milliarden Euro Gewinn eingefahren und dabei rund 42 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Beide Zahlen markieren leider starke Rückgänge. Angesichts des recht schlechten dritten Quartals senkte Audi nun auch die Prognose für das Gesamtjahr. Der Umsatz soll demnach jetzt zwischen 55 und 59 Milliarden Euro betragen. Die operative Rendite schätzt das Audi-Management nun auf drei bis fünf Prozent. (Zuletzt waren noch 58 bis 63 Milliarden Erlös und eine Marge zwischen fünf und sieben Prozent). Immerhin ließe sich auch aus der neuen Prognose ableiten, dass das vierte Quartal für Audi wieder besser werde.

Bei Audi herrscht dringender Handlungsbedarf

Die Audi-Geschäftsentwicklung wurde insbesondere durch den Markteinbruch in China (vor allem bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor), die steigende Wettbewerbsintensität sowie durch den zunehmenden Exportdruck chinesischer Hersteller auf den europäischen Markt belastet, heißt es zu den Gründen für die Verluste. Hinzu kommen anhaltende Unsicherheiten infolge der Lage im Nahen Osten und dem damit verbundenen Anstieg der Energiekosten sowie durch die Trumpschen US-Zölle. Das ist aber nicht zuletzt die Krise, der sich alle deutschen Hersteller stellen müssen. Doch die Ingolstädter würden besonders hart getroffen, was auch daran liege, dass es kein eigenes Werk in den USA gebe und vor allem bei wichtigen Modellen Wechsel laufen würden. Aber dass will man ja ändern. Zum Vergleich: Mercedes hat im abgelaufenen dritten Quartal 1,52 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Die Kennzahlen zeigten deutlich, dass der Handlungsbedarf bei Audi hoch sei und die Lage keinen Aufschub dulde.

(ID:51004989)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung