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VDW

Aufträge für Werkzeugmaschinen brechen um über 20 % ein

| Autor: Stéphane Itasse

Werkzeugmaschinen aus Deutschland sind vor allem außerhalb der Eurozone derzeit wenig gefragt.
Werkzeugmaschinen aus Deutschland sind vor allem außerhalb der Eurozone derzeit wenig gefragt. (Bild: GFE)

Auf die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller kommen schwierigere Zeiten zu: Im zweiten Quartal 2019 sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 %.

Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um 28 % zurück, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilt. Die Auslandsorders verloren 18 %. Im gesamten ersten Halbjahr 2019 sank der Auftragseingang um 21 %. Das Inland notierte 19 % im Minus, das Ausland 23 %.

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„Auch im zweiten Quartal liegen die Bestellungen abermals gut ein Fünftel unter dem starken Vorjahr“, kommentiert Dr. VDW-Geschäftsführer Wilfried Schäfer das Ergebnis. Der Basiseffekt könne nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass die Investitionen im Maschinen- und Anlagenbau weltweit rückläufig sind, sagt Schäfer weiter.

Globale Unsicherheit in der Wirtschaft belastet Werkzeugmaschinenbau

Die Werkzeugmaschinenindustrie kann sich laut VDW-MItteilung nicht freimachen von den Ursachen, die die gesamte Weltwirtschaft in Turbulenzen stürzen und schon vielfach benannt sind „Im Kreise der internationalen Anbieter befinden wir uns in bester Gesellschaft. Die Bestellungen von Werkzeugmaschinen sind weltweit eingebrochen. Viele Länder müssen nun ausbaden, was internationale Politiker täglich vom Zaune brechen“, meint Schäfer.

Als reiner Investitionsgüterlieferant und Ausrüster der Industrie sieht sich die Werkzeugmaschinenindustrie dem Druck aus der Nachfrageschwäche der größten Abnehmerbranchen Maschinenbau und Automobilindustrie ausgesetzt, die durch den lange verzögerten Transformationsprozess hin zu neuen Antriebstechniken für Automobile zusätzlich verunsichert ist und Investitionen zurückschraubt.

Innerhalb der großen Märkte Europa, Asien und Amerika halten sich die Europäer noch am besten. Die Bestellungen aus den Euroländern sind über die ersten sechs Monate „nur“ um 5 % zurückgegangen, die der Nicht-Euroländer hingegen um 28 %.

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