Sicherungsringe Ausgefallene Sonderlösungen von Sicherungsringen kein Problem

Redakteur: Stefanie Michel

TFC realisiert trotz der umfangreichen Katalogauswahl auch kundenspezifische Varianten und Spezialausführungen der gewalzten Sicherungsringe. Möglich sei das vor allem, weil TFC schnell auf zahlreiche Werkstoffe zugreifen kann.

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TFC bietet eine umfangreiche Katalogauswahl an Sicherungsringe. Darüber hinaus realisiert das Unternehmen auch kundenspezifische Varianten und Spezialausführungen.
TFC bietet eine umfangreiche Katalogauswahl an Sicherungsringe. Darüber hinaus realisiert das Unternehmen auch kundenspezifische Varianten und Spezialausführungen.
(Bild: TFC)

Schwierige Einbausituationen, neuartige Design-Ideen, anspruchsvolle Einsatzumgebungen oder ein enger Kostenrahmen – des gibt viele Gründe für die Entwicklung von Sonderlösungen im Bereich der Sicherungsringe. „Wir sind zwar in der Lage, mit den vielen Tausend ein- und mehrlagigen Flachdraht-Sicherungsringen unserer Smalley-Serien Spirolox, Schnappring, Hoopster und Wavering eine enorme Anwendungsvielfalt quer durch alle Disziplinen der Technik abzudecken; darüber hinaus aber befassen sich unsere Ingenieure fast täglich mit der Realisierung von Sonderanfertigungen nach speziellen Kundenwünschen oder für völlig neue Einsatzfälle“, berichtet Johannes Lambertz, General Manager beim C-Teile-Spezialisten TFC.

Bei der Umsetzung von Sonderlösungen bietet das Unternehmen seinen Kunden zahlreiche Möglichkeiten an, die von der Berechnung seltener Ringgrößen über die Auswahl der Werkstoffe und die Konfiguration der Ringenden bis hin zur Neubestimmung zentraler Auslegungsfaktoren reichen.

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Der richtige Werkstoff für alle Fälle

Ein zentraler Aspekt bei der Realisierung kundenspezifischer Sicherungsringe sind oft besondere Anforderungen

  • an deren Temperatur(wechsel)beständigkeit,
  • an die Korrosionsbeständigkeit und
  • an die Standzeit.

Da die Bedarfsanalysen in allen drei Bereichen meist zur Materialfrage führen, bietet TFC seinen Kunden an dieser Stelle eine große Werkstoffauswahl an, darunter Inconel- oder Waspaloy-Stähle für Hochtemperatur-Anwendungen in Motorenbau, Luftfahrt oder Kraftwerkstechnik, korrosionsbeständige Edelstähle für den Einsatz in Marine-, Offshore- oder Lebensmitteltechnik, nicht magnetische Metalle und Edelmetalle für medizintechnische Applikationen und vieles andere mehr. „Wir können aus dem Stand auf eine Palette von über 20 hochwertigen Ingenieur-Werkstoffen zugreifen. Findet sich hier keine optimale Lösung, sondieren unsere Entwickler den Markt nach geeigneten Sonderlegierungen – etwa wenn spezielle Kriterien der Kostenoptimierung oder des Product-Lifecycle-Managements im Vordergrund stehen“, so Lambertz.

Hohe Präzision und Dynamik sind keine Ausschlußkriterien

Bei vielen Kunden- oder Innovationsprojekten gilt es über die richtige Werkstoffauswahl hinaus weitere, zum Teil außergewöhnlich hohe Ansprüche zu berücksichtigen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sicherungsringe für Kinematiken benötigt werden, die in neue Dimensionen der Genauigkeit oder der Dynamik vorstoßen. Liegt die Messlatte hier besonders hoch, so könne TFC mit ausgewuchteten Sicherungsringen auftrumpfen, die exzellente Rundlaufgenauigkeiten aufweisen sollen. Ebenso seien selbstsichernde Ringe möglich, die sich dank integrierter Selbstsperrfunktionen für schnellrotierende Wellen mit Umdrehungen von bis zu 17.000 min-1 einsetzen lassen.

Individuelle Anpassung der Ringenden

Viele Impulse für die Entwicklung spezifischer Sicherungsringe erreichen TFC auch von Prozessoptimierern und Qualitätsmanagern. „Hierbei geht es oft um die Frage, wie wir mit unseren Sicherungsringen das Bestreben nach mehr Effizienz in der manuellen oder automatisierten Baugruppen-Montage und in der Instandhaltung unterstützen können“, erklärt Lambertz. Die Lösung führt in solchen Fällen meist über die Anpassung der Ringenden an die Montagevorgaben der Kunden. Die TFC-Konstrukteure werden hier kreativ: Sie entwickeln Sicherungsringe mit aufgebogenen Hakenenden, mit Bohrungen in gerundeten Enden, mit aus- oder eingestellten Enden für den Zangen-Einbau oder mit Spezialenden für den Einsatz in Tiefbohrungen.

Besondere Fertigungsmethode erlaubt kleine Losgrößen

Laut TFC lassen sich die Kundenwünsche rasch umsetzen. Grund dafür sei die besondere Fertigungsmethode für die Herstellung der gewalzten Sicherungsringe. Es handelt sich hierbei um das von Smalley entwickelte No-Tooling-Cost- beziehungsweise Circulair-Grain-Verfahren.

Um einen nahezu perfekten Kreis zu erhalten, wird bei dieser modifizierten Kantenwindungstechnik ein vorgehärteter, gewalzter Flachdraht über eine hohe Kante gewunden. Das Verfahren lasse sich sehr flexibel und kurzfristig, ohne aufwendige Werkzeugarbeiten, an wechselnde Anforderungen anpassen. Dadurch eröffne sich sowohl viel Spielraum für die kostengünstige Anfertigung von Musterringen und Prototypen als auch für die Produktion kleiner Losgrößen.

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