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Energiekettenmontage Ausgeklügelter Igus-Adapter erhält German Design Award 2021

Redakteur: Peter Königsreuther

Leitungen einzeln stecken, ist zeitraubend und fehleranfällig, so Igus. Beide Probleme beseitigt der kundenindividuell anpassbare prämierte Adapter für das Konzept Module Connect.

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German Design Award 2021 für das Energieketten-Schnittstellenkonzept Module Connect von Igus. Energieketten können damit um 80 % schneller montiert werden.
German Design Award 2021 für das Energieketten-Schnittstellenkonzept Module Connect von Igus. Energieketten können damit um 80 % schneller montiert werden.
(Bild: Igus)

Statt jede Leitung, wie sonst, einzeln zu verbinden, können die Energiekettensysteme durch das flache und platzsparende Gehäuse des Module Connect in Sekunden montiert werden, sagt Igus. Je nach Gehäuse könne man aus dem zugrundeliegenden Baukasten bis zu vier Harting-Han-Modular-Einsätze zum Beispiel für Pneumatik, Leistung, BUS und Signal wählen. Dabei ließen sich die Steckverbinder individuell miteinander verbinden.

Eine hohe Kontaktdichte ist so für jede Anwendung möglich, verspricht Igus. Damit der Stecker jetzt auch sicher an die Energiekette angeschlossen werden kann, hat man den Adapter entwickelt. In Abhängigkeit der Kettenserie, Kettenbreite und Anzahl der Module Connect Stecker fertigt Igus den Adapter kundenindividuell im 3D-Druck und in Kürze auch als modulares Serienteil im Spritzguss. Anschließend wird er einfach am Module Connect befestigt und per Snap-In-Mechanismus an die Kette angebaut. Der Module Connect Adapter ist ein Produkt, das nicht nur Kunden überzeugt, sondern auch die Jury des German Design Awards 2021. In der Kategorie Excellent Product Design erhielt der Adapter die Auszeichnung des internationalen Rats für Formgebung. Das Module Connect selbst gewann 2018 den reddot Design Award.

Minuten statt Stunden, keine Fehler mehr und bei Bedarf flott ausgetauscht

Das Module Connect wird mit dem Adapter zu einer Schnittstelle, wodurch sich die Montagezeit um 80 % reduziert, betont der Hersteller. Ein Beispiel: Ein Anwender hat 16 Leitungen, die er in eine Energiekette einsetzen und steckbar machen will. In ein Module Connect passen vier variable Einsätze. Durch die Kombination von vier Module-Connect-Modulen kann er seine individuelle Schnittstelle schaffen. Im Vergleich dazu, müsste er bei einem herkömmlichen System die einzelnen Steckverbinder in die Anlage verbauen, stecken und verriegeln, erklärt Igus.

„Mit weiteren Arbeitsschritten, wie dem Einbau und der Befüllung der leeren Energiekette, dem Einstellen der Überstände sowie dem Verlegen der Leitungen käme man sonst auf eine Montagezeit von mehreren Stunden“, merkt Markus Hüffel, Produktmanager readychain bei Igus, an. Mithilfe des Adapters ist die aber gesamte Baugruppe nun steckbar. Dadurch wird nur einmal gesteckt und einmal verriegelt – klar, dass das Zeit spart! Die Selbstkodierung des Module Connect schließe Fehler beim Stecken sicher aus. Hüffel: „So drücken wir die Installationszeit auf Minuten herunter.“ Ein weiterer Vorteil: Im Servicefall könne der Instandhalter einfach die Energiekette mit dem Adapter abstecken, eine konfektionierte Energieführung neu einstecken und direkt seine Maschine oder Anlage wieder in Betrieb nehmen.

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