Kennzeichnung

Auswahl des passenden Drucksystems senkt Kosten

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Bei der Kennzeichnung elektrischer Komponenten wird unterschieden zwischen Klemmen-, Leiter/Kabel- und Betriebsmittel-Kennzeichnung. Ein klares Schriftbild sorgt auch bei engen Platzverhältnissen für eine gute Lesbarkeit der Informationen. Damit der Qualitätsstandard bei der Kennzeichnung von verschiedenen Betriebsmitteln und Klemmen einheitlich ist, sollte das Produktprogramm an Kennzeichnungsmaterialien auf die Komponenten diverser Hersteller zugeschnitten sein.

Wichtige Faktoren zur Markierungsauswahl beachten

Vor der Markierungsauswahl sind einige Faktoren zu betrachten:

  • Welche Inhaltsstoffe sind erlaubt? Silikone, Halogene, Cadmium?
  • Gegen welche Chemikalien muss das Material beständig sein? Öle, Benzin, Fette, Laugen, Säuren?
  • Welchen Temperaturbereich soll es abdecken?
  • Ist eine Listung, wie etwa UL oder CSA, erforderlich?
  • Welche Brennbarkeitsklasse nach UL 94 muss das Material erfüllen?

Die Anforderungen an das Material unterscheiden sich je nach Branche, wie etwa Verkehrstechnik, Energietechnik, Lebensmittelindustrie, Kernkraftwerke, Maschinen-, Schaltschrank- und Anlagenbau.

Wichtig für eine gute Kennzeichnung sind: dauerhaft gute Lesbarkeit, optisch ansprechendes Erscheinungsbild sowie hohe Beständigkeit gegenüber mechanischen und chemischen Einflüssen. Verschiedene Druckverfahren erfüllen diese Ansprüche. So sorgt der Laserdrucker für eine hohe Haltbarkeit der Kennzeichnung. Im Schaltschrankbau trifft man ihn allerdings selten an – wegen hoher Sicherheitsanforderungen und hoher Investitionen.

Tintenbasierte Kennzeichnung hat Nachteile

Häufiger findet man dort tintenbasierte Systeme wie den Beschriftungsplotter. Gearbeitet wird dabei mit lösemittelhaltiger Tinte, die beim Verdampfen der Lösemittel aushärtet. Das Prinzip ist einfach, hat aber den Nachteil, dass die Beschriftungsstifte durch Verflüchtigung der Lösungsmittel leicht eintrocknen.

Tintenbasierte Systeme beinhalten Lösungsmittel, die für die nötige Viskosität der Tinte sorgen. Durch Verdunstung, mit oder ohne Wärmeeinwirkung, werden Lösungsmittel wie Alkohol, Öle oder Wasser in die Umgebung abgegeben und die Farbe bleibt als fester Bestandteil auf dem Substrat zurück. Dieser Vorgang lässt sich kaum kontrollieren, weil die Verdunstung von weiteren Faktoren abhängt.

Lösemittelfreies Beschriftungsfluid macht tintenbasierte Kennzeichnung zuverlässiger

Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit sowie die Zeit zwischen den Druckvorgängen spielen eine wichtige Rolle. Die ständige Regulierung des Druckvorgangs kostet viel Zeit und verursacht hohe Kosten im laufenden Betrieb. Außerdem belasten eingetrocknete Stifte und Druckerpatronen die Umwelt.

Ebenfalls mit Tintenstrahltechnik arbeitet der Drucker „Bluemark“. Das von Phoenix Contact entwickelte System nutzt keine lösemittelbasierte Tinte, sondern ein lösemittelfreies Beschriftungsfluid. Ausgehärtet wird mittels UV-Licht, das durch LED-Technik erzeugt wird.

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