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Auswahl des passenden Drucksystems senkt Kosten

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Dadurch wird die Beschriftung lösemittelbeständig, wisch- und kratzfest. Dieses Drucksystem ist aufgrund seiner Konzeption für hohe Beschriftungsvolumen ausgelegt.

Thermotransferdrucker als flexible Alternative

Eine Alternative zum lösemittelbasierten Beschriftungssystem ist der Thermotransferdruck: ein Druckverfahren mit direkter Berührung des Markierungsmaterials. Als zentrales Element dient ein Thermodruckkopf (Bild 1 – siehe Bildergalerie), den man sich vereinfacht als Druckkopf mit Nadelkissen vorstellen kann. Der Abstand der Heizelemente (Nadeln) bedingt die Druckauflösung. Standard sind heute 300 dpi (dots per inch), selbst Schriftgrößen von 0,5 mm sind möglich.

Die Heizelemente werden blitzschnell erhitzt und wieder abgekühlt. Wo die erhitzten Elemente mit dem Farbband in Berührung kommen, erfolgt ein Farbauftrag auf das Druckmedium: wischfest, unempfindlich gegen Laugen und Säuren sowie temperaturbeständig bis 150 °C. Das Thermotransferband besteht aus drei Hauptelementen:

  • Polyesterfilm (3,5 bis 6 μm),
  • hitzeempfindliche Transferbeschichtung (Wachs, Harz, Wachs/Harz, 2 bis 4 μm) und
  • Trägerfolie.

Die Vorteile dieses mit fester Druckfarbe arbeitenden Systems liegen auf der Hand: niedrige Anschaffungskosten, kompakt und mobil einsetzbar, ohne Stillstandszeiten immer verfügbar.

Rollenmaterial beim Thermotransferdruck vor allem für Massenbearbeitung

Im industriellen Umfeld kommt der Thermotransferdruck heute zur Bedruckung von Etiketten und Schrumpfschlauch zum Einsatz. Dabei wird meist flach gewalztes Rollenmaterial verarbeitet. Das Material lässt sich durch die flache Ausprägung einfach im Drucker transportieren und verarbeiten (Bild 2).

Rollenmaterial eignet sich primär für die Massenbearbeitung von Markierungsmaterialien. Weil bei einer Größen- oder Typenänderung jedes Mal die Beschriftungsrolle gewechselt wird, ist das Rollenmaterial für kleine Serien nicht flexibel genug. Um auch hier die Vorteile des Thermotransferdrucks zu nutzen, hat Phoenix Contact den Drucker Thermomark Card (Bild 3) entwickelt, der zwei Kartenformate verarbeitet:

  • Material im Format 75 mm x 120 mm für Markierungsmaterialien mit ausgeprägter Kontur – etwa zur Klemmenbeschriftung,
  • Flachmaterial im Format 115 mm x 165 mm in gestanzter Ausführung zur preisgünstigen Leiter-, Kabel- und Gerätekennzeichnung.

Vor dem Start wird das Material ins Adaptermagazin gelegt. In nur 8 s wird eine Karte mit bis zu 120 Markierungen vollständig bedruckt. Auch Etikettenmaterialien sind im Kartenformat erhältlich.

Geeignetes Markierungssystem für das jeweilige Anwendungsgebiet auswählen

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass professionelle Markierungssysteme für den industriellen Bereich mit ganz unterschiedlichen Materialen arbeiten. Je nach Anwendungsgebiet erfüllen diese unterschiedliche Anforderungen. Geeignete Programme bilden die Basis für eine einfache Direkteingabe oder für eine komfortable Übernahme der Beschriftungsdaten aus dem CAE-System.

In jedem Fall bilden Software, Drucksystem und Markierungsmaterial ein geschlossenes System, in dem alle Parameter aufeinander abgestimmt sind. Der Anwender spart in diesem Fall nicht nur Zeit und Geld, er profitiert auch langfristig von hochwertigen Beschriftungen.

* Norbert Hoemann ist Mitarbeiter im Produktmarketing Markierungssysteme bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in 32825 Blomberg

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