Montage

Automatische Mehrfachschrauber verkürzen die Taktzeit

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Die SAB-Keßler e. K. aus Düsseldorf lieferte die Mechanik rund um die Schraubspindeln und war gleichzeitig Generalunternehmer. Weil die Mehrfachschrauber nur einmal aufgesetzt werden müssen, zusätzliche Verfahreinheiten also entfallen, konnte deutlich Bauraum gespart werden. Den frei gewordenen Platz innerhalb der Fertigungslinie nutzt man bei Deutz für fünf bis sechs weitere manuelle Arbeitsstationen. Je mehr Arbeitsplätze für die manuellen Tätigkeiten beim Motorenbau zur Verfügung ständen, desto eher kann man die Taktzeit bei den vielen verschiedenen Varianten glätten.

Siemens-S7-SPS steuert Gesamtablauf an der Station Zylinderkopfverschraubung

Den Gesamtablauf an der Station Zylinderkopfverschraubung einschließlich des Materialflusses steuert eine Siemens-S7-SPS. Die einzelnen Verschraubungsdaten der Power-Macs-Controller werden ebenfalls gesammelt und zu jedem Motor in der sogenannten Motoren-Dokumentation hinterlegt. Das gilt insbesondere für die sicherheitskritische Schraubklasse eins, die Deutz in Anlehnung an die Verschraubungsklasse A nach VDI/VDE 2862 definiert hat. Darunter fallen neben dem Zylinderkopf auch die Verschraubungen von Pleuel und Schwungrad. Dort muss es absolut sicher sein, dass die vorgegebenen Drehmomente und Drehwinkel eingehalten werden.

Sowohl die QST-Spindeln als auch die Power-Macs-4000-Controller sind von vornherein für die höchsten Prozesssicherheitsstufen 4 und 5 ausgelegt – erlauben also über die direkte Drehmoment- und Drehwinkelmessung die dokumentierte Fertigung selbst sicherheitskritischer Bauteile. Tauchen bei Deutz Probleme auf, gibt es bei den Domstädtern auch eine Prozedur, um einen Motor gezielt ein zweites Mal durch die Station zu schicken.

Christian Ramoser ist Vertriebsingenieur Fahrzeugindustrie bei der Atlas Copco Tools Central Europe GmbH, 45141 Essen.

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