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Next-Gen-AM Automatisierte Produktionslinie für die Additive Fertigung

| Redakteur: Simone Käfer

Das Projekt Next-Gen-AM zeigt erste Ergebnisse. Seit Mai 2017 arbeiten Premium Aerotec, Daimler und EOS an einer automatisierten Produktion für die Additive Fertigung. Nun wurde die erste Pilotanlage bei Premium Aerotec im norddeutschen Varel in Betrieb genommen.

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Die Pilotprozesskette für das Next-Gen-AM-Projekt von Daimler, Premium Aerotec und EOS steht in Norddeutschland.
Die Pilotprozesskette für das Next-Gen-AM-Projekt von Daimler, Premium Aerotec und EOS steht in Norddeutschland.
(Bild: EOS)

Die Pilotanlage vom Next-Gen-AM-Projekt besteht aus Maschinen zur Additiven Fertigung, zur Nachbearbeitung und zur Qualitätssicherung. Der Großteil der einzelnen und das Zusammenspiel aller additiven und konventionellen Prozessschritte erfolgt komplett automatisiert und integriert, erklären die Partner. Kern der Produktionskette ist die M 400-4 von EOS, eine Maschine für den 3D-Metalldruck mit vier Lasern. Sie ist mit einer Pulverstation ausgestattet und mit einer allein stehenden Rüst- sowie Auspackstation verbunden. So kann während der eigentliche Bauprozess läuft, das System bereits mit dem Aluminiumwerkstoff befüllt und entleert, für einen neuen Bauauftrag vorbereitet sowie gefertigten Bauteile aus dem Pulverbett ausgepackt werden. Der Transport der additiv gefertigten Bauteile zwischen den einzelnen Stationen erfolgt dabei vollautomatisiert und unter Schutzgas in einem Container auf einem fahrerlosen Transportfahrzeug. Dann nimmt ein Roboter die Bauplattform mit den Bauteilen aus der Rüststation und legt sie zur Wärmenachbehandlung in einen Ofen. Derselbe Roboterarm entnimmt die Bauplattform anschließend wieder und bringt sie für die Qualitätssicherung zu einer 3D-Vermessungsstation. Abschließend gelangt die Bauplattform zu einer Säge, welche die Teile von der Plattform trennt. Damit sind die Bauteile bereit zur weiteren Nutzung.

Am Ende des Projekts soll ein Gesamtsystems zur Herstellung von Aluminiumbauteilen für den Automobilbereich sowie die Luft-und Raumfahrt stehen, erklären die drei Projektpartner. Dafür wird in den kommenden Monaten die Pilotprozesskette in Varel weiter getestet und Teile der Anlage auditiert. Außerdem werden Produktionsdaten gesammelt und ausgewertet, um genaue Daten zu Prozesszeiten, Wirtschaftlichkeit und Kostenoptimierung zu erheben, berichtet EOS.

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