Steuerungstechnik

Automatisiertes Prüfen von Montageplatten für Kaltfräsen

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Die einzelnen Prüfprotokolle werden archiviert, um daraus eine Statistik erstellen zu können. Auf diese Weise lassen sich mehrmals auftretende Fehler gezielt auswerten und vermeiden. Dadurch erhöhen sich Effizienz und Qualität der Montageplattenfertigung. Möglich wird das durch das Touchpanel von Siemens, das über Industrial Ethernet direkt an das Firmennetz angeschlossen werden kann.

Zudem besitzt das Touchpanel eine integrierte USB-Schnittstelle, an die ein Drucker angeschlossen ist. Es ist also möglich, nach der automatischen Prüfung eine detaillierte Beschreibung der geprüften Arbeitsschritte als Nachweis zu drucken. Diese auf Papier ausgegebene Ablaufkontrolle kann somit der Dokumentation für den Kunden beigefügt werden.

Stimmiges Gesamtkonzept für hohe Rationalisierungsleistung

Nach etwa einem Jahr Entwicklungszeit und vielen Hundert Arbeitsstunden arbeitet der mobile Prüfstand für die Funktionsprüfung von Montageplatten nun in der Produktion bei Planer Systemtechnik in Troisdorf. Das mittelständische Unternehmen mit etwa 50 Mitarbeitern konnte mit der automatisierten Prüfung der vielen Schaltkreise nicht nur die Produktionszyklen, sondern auch das Qualitätsmanagement verbessern.

Möglich wurde das durch den Einsatz der Steuerung Simatic S7 300, CPU 315-2DP von Siemens in Verbindung mit besonderen 64-bit-Ein-und-Ausgangskarten aus dem Programm Simatic Top connect des gleichen Herstellers. Einerseits konnten so die vielen Hundert Signale elektrisch erfasst und ausgewertet werden, andererseits bot die Anschlusstechnik mit vorgefertigten Leitungen die Möglichkeit, die zu prüfenden Kontakte mit vertretbarem Aufwand an die Prüfleitungen anzuschließen.

Das farbige Display des Panels, programmiert mit der Programmiersoftware WinCC flexible, rundet das Gesamtautomatisierungssystem im Sinne von Totally Integrated Automation (TIA) ab. Durch die integrierte CPU mit Speicher und die Möglichkeit, über das Datennetz oder über den USB-Anschluss Daten weiterzuverarbeiten und auszugeben, erweist sich diese Lösung als äußerst praxisgerecht. Entsprechend freuen sich die drei Techniker Sabine Habeth, Daniel Gusowski und Serge Peters über die gelungene Pro-jektrealisierung: „Unser Prüfstand hat in der Praxis entscheidende Verbesserungen gebracht, sodass man künftig über weitere Projekte für andere Montageplatten nachdenken kann.“

* Elisabeth Vatter ist Marketingmanager bei der Siemens AG, Industry Sector, Industrial Automation Systems in 90475 Nürnberg

(ID:42974663)