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Branchenblick Automobilzulieferer in der Abwärtsspirale

Autor: Svenja Gelowicz

Den Automobilzulieferern setzt dieses katastrophale Jahr stärker zu als den Autobauern. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen wird es zusehends eng: eine Bestandsaufnahme.

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Fertigung des i3 in Leipzig. Die Wertschöpfungstiefe für E-Autos wie bei dem Modell von BMW ist für Zulieferer geringer. Gerade diejenigen Unternehmen, die bislang Technik für Verbrenner hergestellt haben, müssen eine neue Rolle finden.
Fertigung des i3 in Leipzig. Die Wertschöpfungstiefe für E-Autos wie bei dem Modell von BMW ist für Zulieferer geringer. Gerade diejenigen Unternehmen, die bislang Technik für Verbrenner hergestellt haben, müssen eine neue Rolle finden.
(Bild: BMW)

„Das hatten wir nicht erwartet“, sagt Bernd Nebel. Er hatte sich auf viele Unsicherheiten im Jahr 2020 eingestellt – die schwierige wirtschaftliche Entwicklung, den Technologiewandel. Vorsorglich hatte Nebel Zeitarbeiter aus dem Unternehmen genommen, Kurzarbeit vorbereitet. „Dass dann aber diese Krise so zugeschlagen hat, mit Umsatzrückgängen im April und Mai von 80 bis 90 %“, damit konnte der Geschäftsführer des Automobilzulieferers Plastic Concept mit etwa 300 Mitarbeitern nicht rechnen.

Konnte niemand. Der Kunststoffspezialist aus dem sächsischen Neusalza-Spremberg unweit der tschechischen Grenze ist nur einer von vielen Lieferanten, für die das Corona-Jahr einmalig in der Firmenhistorie ist.