Gut, oder schlecht? KI-Panzer verändern den Krieg! Doch es braucht Regeln!

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Die Art der Kriegsführung scheint rasant in Richtung künstliche Intelligenz (KI) und mannlose Waffensysteme zu gehen. Das kann bedenklich sein, wenn man nicht aufpasst ...

Heute geht die Pariser Rüstungsmesse Eurosatory zu Ende. Ein Thema des Events waren auch autonome Kampfsysteme, wie sie etwa Renk mit Patria aus Finnland (Bild) entwickelt. KI-gestützte Waffensysteme seien demnach nötig, aber nicht unumstritten ...(Bild:  Patria)
Heute geht die Pariser Rüstungsmesse Eurosatory zu Ende. Ein Thema des Events waren auch autonome Kampfsysteme, wie sie etwa Renk mit Patria aus Finnland (Bild) entwickelt. KI-gestützte Waffensysteme seien demnach nötig, aber nicht unumstritten ...
(Bild: Patria)

Europas Rüstungsbranche setzt verstärkt auf Militärfahrzeuge, die keinen Fahrer an Bord haben. Mit KI-Funktionen ausgestattet kurven so Panzer und Multifunktionsfahrzeuge dann selbstständig durch das Gelände. Dabei können sie Minen räumen, Verwundete bergen oder Nachschub liefern. Doch manche Robotpanzer sind auch mit Bordkanone oder Raketenwerfer bestückt. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris stellten Hersteller in dieser Woche solche Fahrzeuge vor. Dazu gehörten Rheinmetall oder die estnische Firma Milrem Robotics. Auch Otokar aus der Türkei war vor Ort. Man hatte schon 2024 einen autonomen Kettenpanzer mit Kanone an Bord präsentiert. Die britische Tochter der US-Firma General Dynamics hat ein autonomes Multifunktionsfahrzeug im Portfolio, das mit Maschinengewehr und Granatwerfer bestückt werden kann. All das sind Unmanned Ground Vehicles (UGV).

Einige UGV-Beispiele namhafter Player aus der Rüstung

Rheinmetall hat ein autonomes Minenräumfahrzeug sowie ein Multifunktionsfahrzeug namens Mission Master entwickelt. Es ist mit Kameras und Sensoren ausgestattet. Es soll der Truppe an der Front Nachschub bringen oder Verwundete aus dem Gefechtsfeld holen. Landeten Soldaten an der Küste, könne er als amphibisches Fahrzeug mitschwimmen und militärische Ausrüstung an Land bringen. Milrem Robotics aus Tallinn stellt wiederum einen Mini-Panzer her, der bis zu 20 Kilometer pro Stunde erreicht. Er ist zweieinhalb Meter lang und zwei Meter breit. Die Esten werben für das bereits bei Nato-Armeen eingesetzte Fahrzeug. Es gilt etwa als kosteneffizient und robust. Eine Bordkanone soll Drohnen zerstören. Auch der Antriebsspezialist Renk ist mit dabei, bekannt für Getriebe für den Leopard-Kampfpanzer, und hat mit der finnischen Rüstungsfirma Patria ein Konzeptfahrzeug für ein schweres unbemanntes Kettenfahrzeug präsentiert. Das UGV wiegt zehn Tonnen und kann das gleiche Gewicht als Nutzlast tragen. Bei der Messe war darauf übrigens ein Raketenwerfer einer anderen Firma installiert.

Die Nato ist unbemannten Kampffahrzeugen nicht abgeneigt

Was man noch wissen sollte, ist, dass UGVs bisher höchstens 30 Kilometer pro Stunde erreichten und mit ihrer Akku-Ladung maximal eine Stunde operieren können, wie ein Renk-Manager sagte. Doch mit dem Konzeptfahrzeug ändert sich die Situation drastisch! Denn es kann 500 bis 1.000 Kilometer fahren (je nach Nutzlastgröße) und das mit 80 Kilometern die Stunde. Die Nato hat das Potenzial autonomer Fahrzeuge offensichtlich auch erkannt. Denn in einem Bericht eines Gremiums des Verteidigungsbündnisses von 2025 heißt es, dass unbemannte Systeme besonders da von Nutzen sind, wo sie Menschen aus gefährlichen Situationen herausgehalten werden sollten. Es gehe um Aufklärung, Minenräumung, Munitionstransport und Nachschub. UGVs könnten aber im Fall von Hochrisikosituationen mit Waffen ausgerüstet werden, um Soldaten zu schützen. Auch angesichts des auch in den Armeen herrschenden Personalmangels drängt es die Streitkräfte geradezu, zu automatisieren, wo es geht. Der Weg zum echten, schweren autonomen Kampfpanzer sei aber noch weit.

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