BASF-Erkenntnisse Technische Kunststoffe erfordern einen Verfahrensmix beim Recycling

Quelle: BASF 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Damit möglichst viele verschieden Kunststoffe im Materialkreislauf bleiben können, braucht es laut BASF verschiedene Recyclingmethoden ...

BASF will dazu beitragen, auch technischen Kunststoffe und Abfallmixturen daraus möglichst umfassend recyceln zu können, um sie im Materialkreislauf zu halten. Hier wird erklärt, wie man das hinbekommen kann ...(Bild:  BASF)
BASF will dazu beitragen, auch technischen Kunststoffe und Abfallmixturen daraus möglichst umfassend recyceln zu können, um sie im Materialkreislauf zu halten. Hier wird erklärt, wie man das hinbekommen kann ...
(Bild: BASF)

Während sich Kunststoffe, wie die Polyolefine Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP), für Massenanwendungen – man denke an Verpackungen – oft mit bekannten Verfahren recyceln lassen, benötigen Spezialkunststoffe nicht selten Verfahren, die auf ihre spezifischen Eigenschaften und Anwendungen hin zugeschnitten sind. Das betrifft laut BASF beispielsweise Kunststoffmischungen, die außer Polyolefinen, Polyurethanen (PUR) oder Polyamiden (PA) noch viele Zusatzstoffe wie Additive oder Farbstoffe enthalten. Diese Materialien werden zwar für anspruchsvolle Anwendungen entwickelt, bei denen Standardkunststoffe die erforderlichen Leistungsmerkmale häufig nicht erfüllen, doch das Recycling wird erschwert, schreiben Forscher von BASF in einem aktuellen Fachbeitrag, er in der US-Zeitschrift Accounts of Materials Research zu lesen ist.

Effiziente Sortierverfahren und angepasstes Recycling

Um Kunststoffe aus heterogenen Abfallströmen im Kreislauf zu halten, sind zwei Voraussetzungen entscheidend! Es braucht dafür erstens leistungsfähige Sortierverfahren im industriellen Maßstab und zweitens ein breites Spektrum an Recyclingprozessen. Welche Recyclingart geeignet se, hänge sowohl vom jeweiligen Material als auch von der Zusammensetzung des Abfallstroms ab. „Es gibt nicht die eine Standardtechnik für die Wiederverwertung technischer Kunststoffe“, betont etwa Erstautor Dr. Bernhard von Vacano, Leiter des Forschungsprogramms Plastics Circularity bei BASF. Entscheidend sei vielmehr ein „intelligenter“ Mix verschiedener, sich dann auch ergänzender Technologien, die zu den jeweiligen Kunststoffabfällen passten. Das Ziel muss es sein, hochwertige Recyclingkunststoffe herzustellen, um auch technische Kunststoffe dauerhaft im Kreislauf zu behalten.

Das mechanische Recycling erreicht seine Grenzen

Am weitesten verbreitet ist bekanntlich das mechanische Recycling. Dabei werden die Kunststoffe zunächst sortiert, dann zerkleinert und schließlich eingeschmolzen. Dieses Verfahren ist energieeffizient, funktioniert aber nicht mit allen Kunststoffen und auch dann nur bei sauberen und sortenreinen Abfällen. Das mechanische Recycling eignet sich besonders für Verpackungsabfälle, bei denen große Mengen relativ sortenreiner Kunststoffe mit nur wenigen Zusatzstoffen anfallen, sagen die BASF-Experten. Allerdings können hohe Qualitäts- und Hygieneanforderungen den Einsatz mechanisch recycelter Materialien in neuen Verpackungen einschränken. Bei Kunststoffen für technisch anspruchsvolle Anwendungen stößt das mechanische Recycling aber häufig an seine Grenzen, weil dafür geeignete Abfallströme oft nur begrenzt verfügbar sind und die Produkte meist aus komplexen polymeren Zusammensetzungen bestehen.

(ID:50914893)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung