Dominantes „Batterasien“ Europa bleiben bei Batterien nur Nischen! Asien ist der King!

Quelle: DNB Asset Manager / S. Ueland 3 min Lesedauer

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Der Batteriemarkt boomt, bloß Europa sieht davon nicht viel. Das Meiste grapscht sich nur eine Hand voll asiatischer Batterieakteure, wie Stian Ueland, Portfoliomanager bei DNB Asset Management, sagt ...

Wenn es um den hoch lukrativen Markt für Batterien geht, haben China und Südkorea den Löwenanteil für sich gepachtet. Europäischen Playern winken nur noch kleine Chancen, sich zu behaupten, wie ein Experte von DNB Asset Management hier erklärt ...(Bild:  BYD)
Wenn es um den hoch lukrativen Markt für Batterien geht, haben China und Südkorea den Löwenanteil für sich gepachtet. Europäischen Playern winken nur noch kleine Chancen, sich zu behaupten, wie ein Experte von DNB Asset Management hier erklärt ...
(Bild: BYD)

Rund 40 Prozent Wachstum genoß der Batteriemarkt im Jahr 2025. Doch hinter dieser beeindruckenden Zahl verbirgt sich ein Markt, der von wenigen asiatischen Akteuren dominiert wird und dabei westliche Investoren vor strategische Fragen stellt. Europa steht dabei vor einem strukturellen Wettbewerbsproblem. Zwar existieren mit Playern wie Powerco (Batterietochter des Volkswagen-Konzerns), Verkor (französischer Batterieentwickler mit Fokus auf europäische Produktion) oder ACC – Automotive Cells Company (Joint Venture unter anderem von Stellantis, Mercedes-Benz und Totalenergies) erste industrielle Ansätze, doch im globalen Vergleich fehlt es weiterhin an Skaleneffekten, Kosteneffizienz und technischem Vorsprung. Ein Großteil der Produktionskapazitäten in Europa wird derzeit also von chinesischen oder südkoreanischen Unternehmen kontrolliert. Europäische Anbieter dürften deshalb kurzfristig kaum in der Lage sein, im Massenmarkt mit den führenden internationalen Herstellern gleichzuziehen. Dennoch gibt es Nischen, in denen Europa strategisch relevant bleiben kann, wenn man die Chancen dazu richtig nutzt.

Innovationskraft erklärt die asiatische Dominanz

Dazu zählen hochwertige Batteriezellen, regulierte Märkte sowie Anwendungen, bei denen Versorgungssicherheit eine zentrale Rolle spielt. In diesen Segmenten sieht DNB realistische Chancen für europäische Anbieter, sich zu behaupten – auch wenn der Wettbewerb global strukturell herausfordernd bleibt. Der Batteriemarkt wird derzeit übrigens maßgeblich von wenigen großen Anbietern geprägt. Unternehmen wie Catl (weltweit führender Hersteller von Batteriezellen) und BYD (integrierter Elektrofahrzeug- und Batterieproduzent) verfügen nämlich über signifikante Wettbewerbsvorteile – sowohl technologisch als auch in der Kostenstruktur. Catl etwa kombiniert starke Forschungs- und Entwicklungskapazitäten mit kontinuierlichen Fortschritten in der Zellchemie und treibt damit sowohl Effizienz als auch Kostensenkungen voran. Diese Innovationskraft ist ein wesentlicher Grund für die führende Marktstellung. Aus Investorensicht bleiben die beiden folglich zentrale Player im Batterie-Exposure. Für Investoren ist aber auch die gesamte Wertschöpfungskette relevant. Außer den Zellherstellern spielen auch Rohstoff- und Systemanbieter deshalb eine Rolle. Dazu zählen etwa Albemarle (US-Lithiumproduzent) als wichtiger Zulieferer für Batteriematerialien, sowie Sunrun (Anbieter von Heimspeicher- und Solarsystemen) und Enphase (Technologieanbieter für Wechselrichter und Batteriesysteme im Wohnbereich), wodurch Batterien in dezentrale Energiesysteme integriert werden können.

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