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Werkzeug- und Formenbau

Bei der Fertigung von Leichtmetallrädern auf einen flexiblen Werkzeug- und Formenbau setzen

| Autor / Redakteur: Ralph Schiffler / Victoria Sonnenberg

Alron baut hochgenaue Werkzeuge und Formen, um den hohen Qualitätsstandards der Ronal Group und ihrer Kunden gerecht zu werden.
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Alron baut hochgenaue Werkzeuge und Formen, um den hohen Qualitätsstandards der Ronal Group und ihrer Kunden gerecht zu werden. (Bild: DMG Mori)

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Leichtmetallräder haben neben der optischen auch eine sicherheitsrelevante Funktion. Weil die Räder einen hohen Qualitätsanspruch erfüllen müssen, setzt man bei der anspruchsvollen Fertigung auf einen flexiblen und zuverlässigen Werkzeug- und Formenbau.

Als Hersteller hochwertiger Leichtmetallräder beliefert die Ronal Group aus dem schweizerischen Härkingen nahezu alle großen Automobilhersteller mit ihren Produkten. Erstklassiges Design und hohe Qualitätsstandards zeichnen die Räder des 1969 gegründeten Unternehmens aus. Weltweit beschäftigt die Ronal Group über 6000 Mitarbeiter an insgesamt 19 Standorten.

Zur Unternehmensgruppe gehört seit 1990 auch die im portugiesischen Murtede ansässige Alron Lda. Hier werden die für den Aluminium-Niederdruckguss notwendigen Werkzeuge und Formen gebaut und an die weltweit verteilten Produktionsstandorte verschickt. Die anspruchsvolle Fertigung erfolgt mit dem fachlichen Know-how der 74 Fachkräfte und einem leistungsstarken Maschinenpark, der unter anderem 16 Werkzeugmaschinen von DMG Mori umfasst. „Leichtmetallräder sind viel mehr als ein Blickfang am Auto. Sie leisten einen großen Beitrag zur Sicherheit des Fahrzeugs“, weiß Andreas Dusold, Geschäftsführer von Alron.

97 % der Leichtmetallräder gehen an OEMs

Genau deshalb habe die Ronal Group einen hohen Anspruch an die Qualität ihrer Produkte: „Das erwarten natürlich auch unsere Kunden.“ Letztere sind praktisch alle großen Automobilhersteller – von der Volkswagen-Gruppe über Mercedes-Benz und BMW bis hin zum Toyota-Konzern, um nur wenige Beispiele zu nennen. 97 % der Leichtmetallräder sind für dieses OEM-Geschäft bestimmt. Das setze auch eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden voraus, findet Andreas Dusold: „Wir verfolgen hier eine Full-Service-Philosophie. Das Leistungsspektrum beginnt beim Design und der Produktentwicklung inklusive Prototypenbau und umfasst die gesamte Serienproduktion inklusive aller Qualitätskontrollen.“

Die zahlreichen Prozessschritte verdeutlichen den hohen Aufwand in der Herstellung von Leichtmetallrädern: Aluminium wird eingeschmolzen und im Niederdruck-Gussverfahren zu Rohlingen geformt. Diese Rohlinge werden einer Röntgenkontrolle unterzogen, ehe die weiteren Fertigungsschritte erfolgen. Wärmebehandlung, mechanische Bearbeitung, manuelle Nacharbeiten und schließlich die Oberflächenbehandlung runden den Prozess ab. Ein wesentlicher Bestandteil der Produktion ist auch der Werkzeug- und Formenbau, den die Ronal Group am Hauptsitz und bei Alron in Portugal betreibt. Während der Standort Härkingen vornehmlich für die Entwicklung zuständig ist, produziert das portugiesische Werk alle Werkzeuge und Formen für die weltweit verteilten Produktionsstandorte.

Fachliches Know-how vereint mit moderner Werkzeugmaschinen-Technologie

Die Bedeutung des konzerneigenen Werkzeug- und Formenbaus ist für Nuno Santos, Leiter Werkzeugbau bei der Ronal Group, leicht zu erklären: „Wir bewahren uns damit eine hohe Flexibilität und haben absolute Kontrolle über die Qualität der Formen.“ Schließlich hänge davon auch die Qualität der fertigen Leichtmetallräder ab. „Die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter ist dabei ebenso entscheidend wie die Ausbildung von Nachwuchskräften.“ Sein Know-how kann das Team von Alron dank einer modern ausgestatteten Produktion voll und ganz ausschöpfen. So kommen in der CNC-Technologie unter anderem 16 Bearbeitungszentren und Drehmaschinen von DMG Mori zum Einsatz.

„Die Genauigkeit der Maschinen und ihre Zuverlässigkeit sind ein wichtiges Standbein im Tagesgeschäft“, begründet Fernando Silva, Produktionsleiter bei Alron, die seit vielen Jahren andauernde Zusammenarbeit mit dem Werkzeugmaschinenhersteller. Zu den jüngeren Investitionen in der Fertigung zählen eine DMC 125 U duoblock, eine DMC 125 FD und eine CTX beta 1250 TC. Die Vielseitigkeit des Maschinenparks ist für Fernando Silva ein entscheidender Faktor: „Wir können kurzfristig reagieren und auch komplexe Bauteile wirtschaftlich sowie in niedrigen Toleranzbereichen fertigen – oftmals in einer Aufspannung.“ Damit erfülle man auch den hohen Qualitätsanspruch an die Formen und die kurzen Lieferzeiten.

Als Verantwortlicher für Wartung und Instandhaltung bei Alron schätzt João Romão auch die Zuverlässigkeit der Bearbeitungszentren und Drehmaschinen: „Für uns ist es erforderlich, Stillstände auf ein Minimum zu reduzieren und eine hohe Prozesssicherheit zu gewährleisten.“ Gerade deshalb erwarte Alron einen kompetenten und reaktionsschnellen Service durch DMG Mori. „Auch hier funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut“, so Romão weiter. Allein die Hotline des DMG-Mori-Service sei eine große Hilfe, da diese viele Herausforderungen auf unkomplizierte Weise meistere. „Technische Probleme lassen sich oftmals schon durch ein Telefonat lösen.“ Die dortigen Servicekräfte würden Ursachen sehr genau identifizieren und detaillierte Anweisungen für die Instandsetzung geben. „Ein Servicetechniker ist nur selten erforderlich, aber auch dies wird bei Bedarf kurzfristig koordiniert.“ Auch im Fall notwendiger Ersatzteile freut sich João Romão über die schnelle Reaktion: „DMG Mori beliefert uns aus Deutschland binnen 20 Stunden.“

Mit der CNC-Technik von DMG Mori Wachstum forcieren

Die hohen Anforderungen an DMG Mori als Maschinenlieferanten sind für Alron eine unmittelbare Folge der geschäftlichen Entwicklung der Ronal Group. „Bis 2019 möchten wir unsere Produktion von derzeit 18 Mio. Leichtmetallrädern erheblich ausweiten“, nennt Andreas Dusold die Zielvorgabe des Unternehmens. Dies würde auch die Kapazitäten des Werkzeug- und Formenbaus nachhaltig ausweiten. „Mit anderen Worten: Wir werden dort künftig noch flexibler arbeiten und unsere Durchlaufzeiten reduzieren.“ DMG Mori werde im Rahmen dieses Wachstums weiterhin eine Rolle spielen: „Denn wir müssen uns auch auf der Produktionsseite weiterentwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ MM

* Ralph Schiffler ist Geschäftsführer der Pressgate GmbH in 50676 Köln, Tel. (02 21) 47 45 77 10, info@pressgate.net

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