Anbieter zum Thema
„Der Einsatz hocheffizienter Standardkomponenten, zum Beispiel Antriebsmotoren, kann durchaus als Kriterium und Merkmal berücksichtigt werden“, räumt auch Höhne ein, betont aber im Gegenzug: „Nur eine Betrachtung des Gesamtsystems und damit eingeschlossen aller darin enthaltenen Einzelkomponenten ist sinnvoll. Selbst der effizienteste Kompressor kann bei falscher Dimensionierung erhebliche Verluste verursachen.“
Label nur auf die Basismaschine kann in die Irre führen
„Wenn sich das Label nur auf die Basismaschine bezieht, kann die Erwartungshaltung an den Energieverbrauch bei Auswahl einer voll ausgestatteten Maschine mit zum Beispiel Trockner und anderer Aufbereitungstechnik falsch sein. Auch bei einer Verkettung von Maschinen und Anlagen wird es schwierig, die Gesamtleistung aus den einzelnen Labels abzuschätzen“, schließt sich Jäschke an.
Grundsätzlich kann man seiner Ansicht nach zwar die energierelevanten Komponenten des Kompressors einzeln, aber auch das Gesamtkonzept der Maschine beurteilen. Die wichtigsten Komponenten seien die Verdichter, die Kühler-Lüfter-Einheit, die Antriebskomponenten, gegebenenfalls die Trockner und andere Aufbereitungselemente. Allerdings sei es für die Energieeffizienz wichtig, dass die Maschine am Messpunkt betrieben wird und zum Beispiel nicht häufig takten muss.
Regulierung muss in erster Linie das Gesamtsystem betrachten
„Eine Regulierung sollte daher primär das Gesamtsystem betrachten und die damit verbundene Verpflichtung einer regelmäßigen Überprüfung des Zustands und der Effizienz durch eine entsprechende Fachinstitution“, fordert deshalb auch Höhne. Dies bedeute unter anderem die kontinuierliche Überwachung der Betriebsdaten sowie die fachgerechte Wartung und Instandhaltung durch qualifiziertes Servicepersonal. „Hierzu bleibt aber noch festzustellen, dass es nach wie vor keine fachorientierte Ausbildung und Prüfung zum Druckluftservice-Spezialisten gibt“, räumt er weiter ein.
(ID:42551653)