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Materialeinzugsverhalten trotz Temperaturänderung stabil
Die Anlagen sind flexibel genug, um auf immer schnellere Aufgabenänderungen beim Recycling von wertvollen Sekundärrohstoffe reagieren zu können: Im Schneidverdichter wird das Aufgabematerial gepuffert und für den Extrusionsprozess optimal vorkonditioniert. Das Material wird geschnitten, homogenisiert, erwärmt, getrocknet und vor allem verdichtet, um eine konstante Beschickung des Extruders zu gewährleisten. Wesentlich dabei ist, dass die Temperatur im Schneidverdichter den Verdichtungsgrad des Materials beeinflusst: Je höher die Temperatur, umso höher der Verdichtungsgrad des Kunststoffs.
Counter-Current-Technik stabilisiert Output
Beim Counter-Current-System ist die Beschickung des Extruders deutlich geringer vom Verdichtungsgrad des Materials abhängig, womit sich der Arbeitsbereich für eine optimale Extruderbeschickung deutlich verbreitert (Bild 2). Damit ist die Recyclinganlage nicht nur flexibler in der Wahl des Betriebspunktes, sondern auch wesentlich betriebssicherer. Beim bisherigen System bestand durch Stopfen und Druck das Risiko des Hängenbleibens, speziell bei sehr leichten Materialien mit geringem Energiegehalt (wie Fasern oder dünnen Verpackungsfolien) oder Materialien mit sehr niedrigem Erweichungspunkt (wie PLA), wodurch ein verringerter Materialeinzug resultieren konnte. Mit der Counter-Current-Technik wird durch den verbesserten Materialeinzug die Ausstoßleistung nicht nur erhöht, sondern bleibt auch über einen wesentlich breiteren Temperaturbereich konstant. Der Betriebsbereich für eine optimale Auslastung der Anlage hat sich dadurch deutlich erweitert (Bild 4). So wirken sich etwa Temperaturveränderungen im Schneidverdichter, bedingt durch Beschickungsschwankungen, kaum auf die Anlagen-Performance und die Qualität des Rezyklats aus. Besonders vorteilhaft geschieht so zum Beispiel die Verarbeitung von sehr sensiblen, temperaturempfindlichen Materialien.
Qualität ist vom Input unabhängig
Auch im Bereich des Post-Consumer-Recyclings stellt die flexibel einsetzbare Intarema-Generation einen Meilenstein dar. Denn obwohl das Eingangsmaterial hier meist hohe Schwankungen bei der Feuchtigkeit und Dichte zeigt, stellt Intarema sicher, dass sowohl Durchsatz als auch Qualität der Regranulate auf konstant hohem Niveau bleiben. Die Schwankungen beim Post-Consumer-Recycling ergeben sich vor allem aus Mischfraktionen von unterschiedlicher Zusammensetzung, Feuchtigkeit, Viskosität sowie Verschmutzungsart und -grad und auch gerade im Verpackungsbereich von unterschiedlich bedruckten sowie laminierten Materialien. So wird die universelle Aufbereitung von Materialien mit besonders hohen Eingangsfeuchtigkeiten und Verschmutzungsgraden, wie etwa gewaschener Agrarfolien, gewaschener Post-Consumer-Folien-Flakes aus den üblichen Polyolefinen, Folien mit Feststoffanteilen wie Papier, Holz oder Metallen und auch dickwandige Mahlgüter aus Kfz- und Elektronikschrott, Polystyrol-Becher oder PE-Verschlusskappen, möglich. Mit dem intelligenten „Smart-Start“-Konzept laufen viele zentrale Prozessschritte automatisiert ab und das Personal kann die Anlage mit wenigen Knopfdrücken bedienen – und zwar weltweit, ohne eine spezielle Nomenklatur zu beherrschen. Denn die wenigen Bediensymbole sind klar und einfach verständlich.
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