Laserbearbeitung Besser als Chemie und Handarbeit
Zum Entlacken, Reinigen und Reparieren von Strukturteilen aus Faserverbundwerkstoffen kann der Laser sehr nützlich sein. In der Industrie hat er sich bereits als Entschichtungs- und Reinigungswerkzeug bewährt. Projekte mit dem SLCR-Prozess zeigen, dass dies auch im Composites-Bereich möglich ist.
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Faserverbundwerkstoffe sind ein Teil der Zukunft in vielen, ja mittlerweile in fast allen Industriebereichen. Wurden sie zunächst als „schwarzes Metall“ konstruktiv und maschinell verarbeitet, so entstehen mittlerweile zunehmend werkstoffgerechte Konstruktionen und Fertigungsverfahren.
Hitze und Feuchtigkeit sind keine Freunde dieser Werkstoffe und bei der Bearbeitung möglichst zu vermeiden. Die Laserbearbeitung wird im Allgemeinen als thermischer Prozess und daher bei Faserverbundwerkstoffen immer kritisch betrachtet. Dass sich dieser Werkstoff durchaus mit Lasern bearbeiten lassen und sich dabei viele Vorteile ergeben, zeigt die SLCR Lasertechnik GmbH, Düren, seit gut zehn Jahren.
SCLR-Anwendungsspektrum stark verbreitert
SCLR hat sich auf die Oberflächenbearbeitung mit Laser spezialisiert: auf die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Lasersystemen zur Reinigung, Entlackung und Aktivierung von Oberflächen. Anwender kommen zum Beispiel aus dem Automobilbau, der Elektro- und Luftfahrttechnik, aber auch aus den Anwendungen Formenreinigung und Oberflächenbeschriftung. Eine schnelle, staubfreie, schonende und saubere Oberflächenbehandlung gehört zu den Kriterien, die der SLCR-Prozess dort erfüllt. In den vergangenen Jahren hat sich das Anwendungsspektrum stark verbreitert.
Der SLCR-Prozess (Selective Laser Coating Removal) wird durch die Anwendung gepulster Laserstrahlung definiert. Je nach Anwendung können bei Wellenlängen von 10,6 µm (TEA-CO2-Laser) oder 1,06 µm (Faserlaser) unterschiedliche organische oder metallische Werkstoffe bearbeitet werden, ohne dabei die Oberflächen oder den Basiswerkstoff zu schädigen. Für viele Anwendungen ist das eine zwingende Voraussetzung.
Von Wichtigkeit ist auch ein umweltverträglicher und kostengünstiger Prozess, der bei vielen industriellen Anwendungen zum Tragen kommt – insbesondere im Vergleich zu konventionellen chemischen und mechanischen Oberflächenbearbeitungsverfahren. So reduziert die SLCR-Technik die zu entsorgende Abfallmenge beim Entlacken von Bauteilen auf unter 10% im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren.
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