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Verfahrenseinführung und -integration in Fertigungslinien ist im Gange
Der SLCR-Prozess bietet die Möglichkeit, den Bauteiloberflächen zielgerichtet, sauber und schnell die gewünschten Eigenschaften zu verleihen. Untersuchungsergebnisse belegen die Vorteile dieses Verfahrens. Automobilzulieferer beschäftigen sich zurzeit mit der Verfahrenseinführung und -integration in ihre Fertigungslinien. Die Luftfahrtindustrie nutzt den Prozess bereits.
Die bisher größte Anwendung umfasst die Oberflächenvorbereitung zum Lackieren der Höhen- und Seitenleitwerke bei Airbus in Stade. Dort werden Bauteile mit bis zu 4 m Höhe und 20 m Länge vom Trennmittel gereinigt und für das Aufbringen des Anstrichsystems vorbereitet.
Schonende Formenreinigung bei reduzierter Abfallmenge
Eine weitere Anwendung des SLCR-Prozesses ist die Formen- und Werkzeugreinigung, zum Beispiel von Formen für Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen, von Vulkanisationsformen in der Reifenindustrie und von Formen zur Herstellung von Kunststoff-Interieurteilen für Automobile. Aufgabe der Formenreinigung ist das regelmäßige Entfernen von Trennmitteln und Produktionsrückständen auf den Werkzeugoberflächen.
Im Vergleich zu konventionellen Reinigungsverfahren erfolgt keinerlei Beeinflussung der metallischen Oberflächen. Es kommen weder aggressive Chemikalien noch staubige Strahlprozesse zur Anwendung. Die Werkzeuge können beliebig oft gereinigt werden, ohne dass man eine Kantenverrundung oder eine Veränderung der Passgenauigkeit befürchten muss. Teilweise erfolgt die Formenreinigung sogar im eingebauten Zustand an der Maschine.
Stillstandszeiten werden minimiert und Energie eingespart
Dadurch werden Stillstandszeiten minimiert und Energie eingespart: Abkühlen, Demontage, erneutes Spannen und Aufheizen der Formen sind nicht erforderlich. Die bei der Reinigung entstehenden Rückstände werden unmittelbar in der Bearbeitungsebene über ein Filtersystem abgesaugt. Durch die verkürzten Reinigungszeiten, den deutlich reduzierten Entsorgungsbedarf und die niedrigen Betriebskosten entstehen für den Anwender viele Vorteile.
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