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Durch ein ölgekühltes Dreistufengetriebe im Ausleger werden diese Extremwerte mühelos zur Verfügung gestellt, die Leistungsaufnahme liegt bei 40% der Maximalleistung der Maschine. Um das „Wachsen“ der Arbeitsspindel durch erhöhte Temperaturen am Fräskopf zu minimieren, wird auch die Werkzeugspindel ölgekühlt, so arbeitet die Maschine mit einer Genauigkeit von ±0,008 mm. Um über den gesamten Fräsbereich von Y = 1200 mm konturtreu arbeiten zu können, ist der rechteckige Ausleger mit Abmessungen von 405 mm × 405 mm groß dimensioniert.
Nicht Geschwindigkeit, sondern Leistung führt zum Erfolg
Die Führungsanlagen befinden sich horizontal und vertikal an der Konsole. Keilleisten ermöglichen eine genaue Einstellung des Spieles zwischen den Baugruppen. Die Führungen sind gehärtet und geschliffen, die Gegenseite ist mit Turcite-Kunststoff beschichtet. Dadurch werden Schwingungen absorbiert. Hohe Oberflächenqualität und hohe Standzeiten an den Plattenwerkzeugen sind die Folge. Das Gesamtkonzept ist auf äußerste Stabilität ausgelegt. Nicht die Geschwindigkeit ist der Weg zum Erfolg, sondern die Leistung. Das Prinzip High Performance Cutting wird optimal umgesetzt.
Ein Anwendungsbereich für MTE-KT-Bettfräsmaschinen mit INA-Rollenschienenführungen für hohe Vorschübe ist beispielsweise der Prototypenbau einer sächsischen Automanufaktur (Bild 2). Dort werden in Handarbeit aus Kunststoff Sportwagenkarosserien gebaut. Um effizient Prototypen aus Uriol oder Aluminium zu fräsen, sind hohe Schnittgeschwindigkeiten erforderlich.
Vollumhausung wegen hoher Kühlmitteldrücke
Eine Motorspindel sorgt für Drehzahlen bis 15 000 min—1. Für konturtreue Oberflächen sorgt moderne Antriebstechnik mit einem Arbeitsvorschub von 14 000 mm/min. Die Schnittdaten im Schlichtdurchgang sind n = 15 000 min—1 , f = 8000 mm/min, ap/ae = 0,8 mm. Die Bettfräsmaschine ist durch das Ständergewicht von 10 000 kg sehr stabil und dennoch sehr dynamisch.
Dieses Maschinenkonzept findet sich auch im Stahlformenbau wieder. Um Hinterschnitte an den Werkstücken zu fertigen, kann der Fräskopf automatisch in einen definieren Winkel über die 1°-Hirthverzahnung eingestellt werden. Die gehärtete Verzahnung stellt sicher, dass in jeder Winkellage dieselbe Fräskraft wirken kann, ohne Einschränkung, wie es in einem stufenlosen Verfahren nicht möglich wäre. Bei Arbeiten mit hohen Kühlmitteldrücken ist die Maschine vollumhaust.
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