Aus mit „Mia san mia“? Bei BMW sieht es nach Stellenabbau aus

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Am 17. Juni gab es in Sachen BMW eine Gewinnwarnung. Nun zeichne sich ab, dass der bayerische Autohersteller wohl Jobs abbauen wird ...

Eine gestern gemeldete Gewinnwarnung und einige nebulöse Nebensätze lassen Brancheninsider vermuten, dass es nun auch bei BMW letztlich zu einem deutlichen Personalabbau kommen könnte ...(Bild:  BMW)
Eine gestern gemeldete Gewinnwarnung und einige nebulöse Nebensätze lassen Brancheninsider vermuten, dass es nun auch bei BMW letztlich zu einem deutlichen Personalabbau kommen könnte ...
(Bild: BMW)

Offiziell verweist der BMW-Konzern zwar auf eine Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung, doch dass es bei den Beschäftigten einen Rückgang geben wird, hatten die Münchener bereits in ihrer Prognose für das laufende Jahr bekanntgegeben. Und die nun angekündigten Maßnahmen deuten auf eine Beschleunigung der Stellenstreichungen hin, wie es weiter heißt. Es ist vor allem ein Absatz in der Gewinnwarnung, die vermuten lässt, dass der Vorsteuergewinn um mindestens zehn Prozent nach unten sackt, den man kaum anders lesen kann. Dort steht: Neben den Belastungen im operativen Geschäft wird die BMW Group die laufenden Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen. Deren Effekte werden in den Folgejahren sichtbar. Diese Maßnahmen belasten das Ergebnis einmalig im zweiten Halbjahr 2026. Aber Einmalkosten, die später Geld sparen, klinge durchaus nach Jobabbau, obwohl BMW diese Maßnahme nicht bestätigt hat.

BMW hat wohl einiges verpasst, was sich nun rächt

Zunächst will man aber schon intern und mit den Arbeitnehmervertretern beraten. Auch die Prognose zum Personalstand hat der Konzern bei der Meldung nicht verändert. Die Formulierung im Geschäftsbericht heißt: Leichter Rückgang„, was einem Minus von einem bis fünf Prozent gleichkommt. Bei knapp 155.000 Mitarbeitern wären das aber durchaus Tausende. Käme das, dann reiht sich BMW in die Linie der Autohersteller ein, die schon offiziell Stellen abbauen wollen, wie Volkswagen nebst der Töchter Audi und Porsche, wo es um rund 50.000 Stellen geht. Auch Mercedes-Benz könnte im Rahmen eines fetten Sparprogramms Köpfe rollen lassen. Die schlechten Nachrichten kommen auch noch rund einen Monat, nachdem der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic das Ruder übernommen hat. Dass so kurz danach eine so deutliche Gewinnwarnung komme, sei überraschend und zeige, dass man vorher viel verpasst habe. Das sagt jedenfalls der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Mit Nedeljokovic werde wohl die „Mia-san-mia“-Epoche bei den Bayern zu Grabe getragen.

(ID:50875537)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung