Eskalation der Kosten Emissionshandelssystem steht unter Druck

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Rund 40 Industriekonzerne machen mit einem Brief an die EU-Spitze Druck vor der geplanten Neuregelung des europäischen Emissionshandels ...

Das EU-Emissionshandelsgesetz wurde gestern von Thyssenkrupp, Arcellormittal und Voestalpine kritisiert. Heute kommen 40 weitere Konzerne hinzu, die dringend raten, Veränderungen vorzunehmen ...(Bild:  S. Sautera)
Das EU-Emissionshandelsgesetz wurde gestern von Thyssenkrupp, Arcellormittal und Voestalpine kritisiert. Heute kommen 40 weitere Konzerne hinzu, die dringend raten, Veränderungen vorzunehmen ...
(Bild: S. Sautera)

Demnach fordern die 40 Konzerne ein entschlossenes Eingreifen, um die Kosteneskalation im Emissionshandelssystem (ETS) zu stoppen. Das Schreiben ging an EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Es liege auch der dpa vor. Denn wenn das bestehende System fortgesetzt werde, werde es zu einer Verlagerung von Produktion und Werksschließungen kommen, schreiben die Unterzeichner – darunter keine Geringeren als die Chemiekonzerne BASF, Evonik und Covestro sowie die Stahlkonzerne Thyssenkrupp und Arcelormittal, die gestern schon zusammen mit Voestalpine ein ähnliches Schreiben auf den Weg gebracht haben. Die Folgen, wenn nichts geschieht, heißen Arbeitsplatzverluste, rückläufige Investitionen und ein nachlassendes Wirtschaftswachstum – diese Effekte sind außerdem bereits absehbar. Bei der Reform des Emissionshandelssystems müsse die Politik demnach unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um weiteren Schaden für die industrielle Basis Europas zu vermeiden. Auch die IG Metall, die kürzlich Tausende Stahlarbeiter bei Protesten in Berlin und Völklingen mobilisierte, warnte davor, den Umbau zu einer klimaneutralen Produktion zurückzudrehen – das gefährde Zehntausende Jobs. Bald steht nämlich eine grundlegende Revision des Emissionshandels an, denn die EU-Kommission will am 1. Juli neue Vorschläge dazu machen.

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