Verzögerungs-Quartett Isar Aerospace muss zweiten Testflug zum vierten Mal verschieben

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Schon länger sollte die Spectrum-Rakete des bayerischen Raumfahrt-Start-ups Isar Aerospace zum zweiten Testflug aufsteigen. Doch nun kam erneut etwas dazwischen ...

Die Spectrum-Rakete von Isar Aerospace ist erneut gezwungen worden, am Boden zu verharren. Denn zum vierten Mal hat man den zweiten Testflug verschieben müssen ...(Bild:  Isar Aerospace)
Die Spectrum-Rakete von Isar Aerospace ist erneut gezwungen worden, am Boden zu verharren. Denn zum vierten Mal hat man den zweiten Testflug verschieben müssen ...
(Bild: Isar Aerospace)

Der angegebene Grund für die erneute Verschiebung des Testfluges für die Spectrum-Rakete von Isar Aerospace war leider einmal mehr ein technisches Problem, wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilte. Demnach gab es eine Fehlfunktion in den Fluidsystemen, wie die Raketenbauer präzisieren. Weitere Erläuterungen gab es in der kurzen Mitteilung aber nicht. Die Fluidsysteme einer Rakete regeln bekanntlich die Lagerung und den Transport des flüssigen Treibstoffs zu den Triebwerken. Ursprünglich war der zweite Testflug schon für Anfang dieses Jahres geplant, doch bereits im Januar, März und April waren die Startvorbereitungen abgebrochen worden. Erst gab es ein technisches Problem, dann dümpelte ein norwegischer Fischer noch in der Gefahrenzone herum und auch bei Nummer drei versagte die Technik.

Europa will unabhängiger von Spacex werden

Die Spectrum soll, wie Isar Aerospace schon länger informiert hat, nach der Serienreife zivile und militärische Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen (wenige hundert Kilometer über dem Erdboden) bringen. Das Ziel des in Ottobrunn ansässigen Unternehmens ist es, im Jahr rund 40 Raketen zu fertigen. Wie es weiter heißt, sind die Bayern jetzt schon mit Aufträgen bis zum Jahr 2028 ausgebucht, die mehrere Millionen Dollar schwer sind, obwohl die Rakete offensichtlich noch nicht serienreif ist. Wie wichtig das erst 2018 gegründete Jungunternehmen auch für die deutsche Politik ist, machte Bundeskanzler Friedrich Merz klar, der das Gelände in Andøya am 13.

März gemeinsam mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støhre besucht hatte. Der Grund für die Attraktivität der Spectrum sei die derzeit weitgehende Unfähigkeit Europas, Satelliten mit eigener Technik ins All zu schießen. Seit Langem wird deshalb das Gros der europäischen Satelliten vom US-Raumfahrtunternehmen Space X ins All befördert.

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