Aufbruchstimmung? Deutsche Maschinen- und Anlagenbauer hatten guten September

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Bestellungen, die bei den deutschen Maschinen- und Anlagenherstellern waren im September deutlich mehr als noch ein Jahr zuvor, wie der VDMA analysiert hat ...

Dr. Johannes Gernandt, Chefvolkswirt beim VDMA, freut sich über mehr Bestellungen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Er warnt aber auch vor negativen Folgen der Tarifverhandlungen, wenn die hohe Lohnforderung der Gewerkschaft durchgesetzt werden sollte ...(Bild:  Sarah Kastner Fotografie)
Dr. Johannes Gernandt, Chefvolkswirt beim VDMA, freut sich über mehr Bestellungen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Er warnt aber auch vor negativen Folgen der Tarifverhandlungen, wenn die hohe Lohnforderung der Gewerkschaft durchgesetzt werden sollte ...
(Bild: Sarah Kastner Fotografie)

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im September einen deutlichen Auftragszuwachs erhalten, wie der Branchenverband VDMA aus Frankfurt am Main meldet. Bereinigt um Preiseffekte waren die Bestellungen demnach um 14 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Vor allem aus dem Inland wurde mit einem Plus von 22 Prozent deutlich mehr bestellt als 2025, wie man betont. Die Auslandsaufträge wuchsen um elf Prozent. Der hohe Gesamtzuwachs gehe zum Teil auf den außerordentlich schwachen Vorjahresmonat zurück. Denn im September 2025 waren die Bestellungen um 19 Prozent gesunken. Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres ergebe sich damit ein Auftragszuwachs von fünf Prozent. Schwach verlief das Neugeschäft allerdings im Euro-Raum, wo ein Rückgang um fünf Prozent zu verzeichnen ist. Das Inland stagnierte, während aus dem Nicht-Euro-Ausland 13 Prozent mehr Aufträge hereinkamen.

Es herrscht Angst vor einem zu hohen Tarifabschluss

„Diese Bestellungsentwicklung macht Mut, dass wir im kommenden Jahr tatsächlich das erhoffte Produktionsplus von drei Prozent erreichen können“, kommentiert der VDMA-Chefvolkswirt, Johannes Gernandt, die Lage. Im laufenden Jahr erwartet der Verband aber dennoch das vierte Jahr in Folge einen Produktionsrückgang. Gernandt warnt: „Der aktuelle Konjunkturaufschwung ist noch ein wackeliges Pflänzchen und darf jetzt nicht durch neue Belastungen – etwa einen überhöhten Tarifabschluss – gleich wieder zertreten werden!“ Das bezieht sich ganz klar auf die laufenden Tarifverhandlungen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie, in der die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn fordert und aktuell viele Warnstreiks veranstaltet. Die Verhandlungen auf der Arbeitgeberseite führen allerdings Gesamtmetall und die regionalen Metallverbände – nicht aber der VDMA.

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